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Die Sneak Preview: Jeden Mittwoch Abend im Cinemaxx:
Kurzreviews zu allen Filmen, die ich gesehen habe...


Update: Aus Zeitmangel werden hier nur noch die Filme ohne Review, lediglich mit Bewertung aufgelistet.

Anmerkung zu den Bewertungen: Die Reviews sind keinesfalls als objektive Filmanalysen zu betrachten, sondern eher als subjektive Kurzeinschätzungen des Autors.

Sneak Bewertungsdurchschnitt: 6,09 von 10

#54 - 04.04.07 - 20:30

Born To Be Wild - Wild Hogs (2007)


Wertung: 4 von 10




#53 - 28.03.07 - 20:30

Ti amo in tutte le lingue del mondo (2005)


Wertung: 3 von 10




#52 - 28.02.07 - 20:30

Alpha Dog (2006)


Wertung: 4 von 10




#51 - 21.02.07 - 20:30

La Vie en rose - Môme, La (2007)


Wertung: 4 von 10




#50 - 03.01.07 - 20:30

Sie sind ein schöner Mann - Je Vous Trouve Très Beau (2005)


Wertung: 5 von 10




#49 - 27.12.06 - 20:30

The Return (2006)


Wertung: 2 von 10




#48 - 13.12.06 - 20:30

The Wind That Shakes The Barley (2006)


Wertung: 6 von 10




#47 - 29.11.06 - 23:00 OV

The Queen (2006)


Wertung: 7 von 10




#46 - 29.11.06 - 20:30

Flutsch und weg - Flushed away (2006)



Wer kennt sie nicht: Wallace and Gromit. Spätestens seit dem Kinofilm "The Curse Of The Rabbit" jedem ein Begriff. Nun in der Sneak das neueste, nun aber animierte Projekt der Macher von W&C.

Die Maus Roddy lebt in Saus und Braus im haus einer reichen Familie in London. Doch als die Familie in den Urlaub fährt, wird die Ratte Sid über den Abfluss ins Haus gespült. Dieser findet am neugewonnenen Luxus sofort gefallen und richtet sich zum Verdruss von Roddy häuslich ein. Nachdem Roddy versucht, Sid über das Klo wieder zurück in die Kanalisation zu spülen, gelangt er seelbst in selbige. In einer für ihn völlig neuen Welt der unterirdischen Mäusestadt trifft Roddy auf die schöne Mäusedame Rita. Diese aber steckt in großen Problemen, da sie dem Unterwelt Boss Toad einen Diamanten aus Familienbesitz zurückergaunert hat. Doch Toad hat einen ultimativen plan, die Mäusestadt für immer zu vernichten...

Die actionreiche Story, bunte, farbenfrohe Bilder und vielschichtiger Humor mischen sich hier zum bunten Animationsvergnügen. Mit am meisten unterhalten die vielen lustigen und versteckten Gags des Filmes. Zwar bekommen wir hier keine tiefgängige Story oder nachdenkliche Momente geliefert, dafür umso mehr kurzweilige und kinderfreundliche Action und massig kleinste Anspielungen auf die Film- und Medienwelt, sodass es auch dem Erwachsenen eine Freude ist, diesem Animatons-Abenteuer beizuwohnen.

Wertung: 8 von 10




#45 - 15.11.06 - 23:00 OV

Idlewild (2006)



Ein Musikfilm von und mit den Black Eyed Peas. Das konnte keinesfalls was werden. Deswegen quittierte man die Vorstellung frühzeitig, um einer wirklich schlechten Wertung zu entgehen.

Wertung: k.A.




#44 - 15.11.06 - 20:30

Severance (2006)



Diesmal wartete die Sneak mit einem Fun-Splatter Film auf, der mich wegen seines grenzwertigen, oftmals heftigen Humors vollends überzeugen konnte.

Mitarbeiter der Waffenfirma Palisade unternehmen eine Art Motivationswochende in den Osten Europas. Die Gruppe ist von sehr verschiedenen Charakteren geprägt: Der Karriere-Typ, der unfähige Chef, der Streber, der Tunichtsgut, usw. Nachdem der Bus jedoch nicht die gewohnte Route einschlagen kann, machen sich die Mitarbeiter auf eigene Faust auf den Weg und suchen die Jagdhütte, in der sie das Wochenende verbringen wolllen. Zwar quartieren sich die Palisade Mitarbeiter auch in ein leerstehendes Waldhaus ein, dieses hat aber einige Überaschungen auf Lager. Denn im Dickicht des Waldes warten mordsüchtigen Terroristen, die nun einen nach dem anderen auf grausamste Art und Weise abzuschlachten versuchen.

Was sich hier nach einer 0815 Slasher Story anhört, wird den Film über auch bestätigt. Absolut stereotype Charaktere, eine sehr geradlinige Story, bei der man schnell weiß, worauf das Ganze hinaus soll: Ein Fest des Survival/Slasher-Horrors. Ohne den wirklich schwarzhumorigen Einschlag des Films würde es sich hier um keinen besonderen Streifen handeln. Der böse Witz, der fast permanent - und besonderes in den brutalen Szenen - sein Unwesen treibt, macht hier das Besondere aus. Wer also kein Problem mit Horrorfilmen hat, die einen auch mal zum Lachen bringen, wenn andere das Kino verlassen, dem kann ich diesen Spaß auf jeden Fall empfehlen!

Wertung: 8 von 10




#43 - 08.11.06 - 20:30

The Last Kiss (2006)



Beziehungen³

Michael ist seit 3 Jahren mit seiner Freundin Jenny zusammen. Die beiden erwarten ein Kind. Doch in Michael keimen Bedenken auf. Sein Leben erscheint ihm einfach zu "durchgeplant". Auch seine Freunde haben kein perfektes Beziehungsleben. Von frisch verlassen über tiefste Ehekrise bishin zum Casanova findet sich alles wiede. Auf einer Hochzeit lernt Michael dann die quirlige Studentin Kim kennen, die ihm auf gewisse Weise den Kopf verdreht. Als er sie wiedersieht, geht er fremd. Die Reaktion seiner Freundin ist fatal: Sie kündigt die Beziehung auf. Da bedarf es eines langen Atems, um das wieder hinzubiegen.

Bezihungsprobleme - darum gehts und um kaum was anderes. Braucht es für diese Schilderung über eineinhalb Stunden Film? Nein. Deswegen bleibt am Ende auch nur die authentische Affäre Michaels, die mich überzeugt hat. Ansonsten viel Wind um Beziehungsprobleme und Entscheidungen im Leben, die keiner sehen und hören will.

Wertung: 4 von 10




#42 - 01.11.06 - 23:00

Wo ist Fred? (2006)



Unterhaltend, verzückend, lustig. Diese drei Prädikate kann ich folgendem Film der Spätvorstellung ohne Weiteres vergeben.

Fred macht Mara einen Heiratsantrag. Doch das Gelingen steht und fällt auch an Maras verzogenem Sohn Linus. Um diesem zu Gefallen, will Fred ihm einen signierten Alba Berlin Basketball schenken. Zu dumm nur, dass man diesen nur als Behinderter fangen kann. Deswegen besorgt sich Fred einen Rollstuhl und schummelt sich auf die Behindertentribüne. Dort fängt er dann auch den Ball, indem er den Rollstuhl des behinderten Ronny (C.M. Herbst!!) "abfahren" lässt. Der Ball soll aber erst in einer Woche feierlich verliehen werden. Doch Fred muss in seiner Rolle als Behinderter weitehin in einem Imagefilm, den Denise (bezaubernd: Alexandra Maria Lara) produziert, mitspielen. "Gefangen" in seiner Rolle als stummer Behinderter im Rollstuhl lernt Fred nun auch Denise besser kennen und findet Gefallen an ihr. Doch diese Schummelei kann nicht lange gut gehen, sodass am Ende die großeBeichte, aber auch die große Liebe stehen darf.

Was sich insgesamt nach einer simplen und nicht gerade spannenden Story anhört, macht dieser Film zu einem unterhaltsam bunten Allerlei. Die Liebesgeschichte zwischen Denise und Fred und viele lustige Momente reichern die Story um viele gute Momente an. Auch die Rolle von Christoph "Stromberg" Maria Herbst als mürrischer Behinderter ist nicht nur lustig sondern überaus unterhaltsam. Nicht zuletzt macht vor Allem die weibliche Hauptrolle diesen Film für mich zu einem besonderem Leckerbissen. Ich habe kaum ein verzückenderes weibliches Spiel einer deutschen Schauspielerin gesehen. Alexandra Maria Lara spielt hier nicht exorbitant gut, weiß jedoch mit ihrem Charme zu begeistern. Ich war regelrecht "hingerissen". Deshalb kann ich dieses "Feelgood-Movie" jedem empfehlen, der kein tiefgründiges, sondern einfach unterhaltendes und belebendes Kino sehen will.

Wertung: 8 von 10




#41 - 25.10.06 - 20:30

Children Of Men (2006)



Eine filmische Zukunftsvision gab es diesmal in der Sneak - diese aber wenig innovativ und relativ lahm.

Der permanent deprimierte (und oft betrunkene) Theo lebt in einer kaputten, bal kollabierenden Welt: Im Jahre 2029 können die Frauen keine Kinder mehr bekommen und viele Städte sind zu Ghettos verkommen. Der Terror herrscht in seiner unerbittlichsten Art und Weise. Die Massenmigration wird durch Auffang- und Abschiebelager der Militärpolizei in Schach gehalten. Doch auch der Widerstand rührt sich: Aktivisten um Theos Ex-Frau beauftragen den ehemaligen Aktivisten mit einer wichtigen Aufgabe: Er soll durch seine Verbindungen Transportvisa für eine Frau erwirken und diese außer Landes eskortiern. Dabei stellt sich heraus, dass die Frau schwanger ist. Die Aktivisten wollen das Baby als Teil ihrer angestrebten Revolution instrumentalisieren. Das erkennt Theo und versucht nun im Alleingang mit etwas Hilfe eines alten Freundes (super: Althippie Michael Caine) das Kind auf ein Forschungs- und Krankenschif zu bringen.

Dieser Film hat viele gute Ansätze, die er aber nicht immer konsequent ausspielt: Gesellschaftlich wird ein sehr düsteres, wennauch sehr realistisches Bild gezeichnet. Terror, Armut und Verfall sind die bestimmenden Faktoren des Lebens. Zwar gibt es einige Aussteiger aus dem System, die es bewundernswerterweise geschafft haben sich Menschlichkeit und Würde zu bewahren. Bleibt zu hoffen, dass sich unsere Zukunft in 20 Jahren anders gestaltet. Negativ ins Gewicht fällt die kaum erklärte Vorfall der andauernden Unfruchtbarkeit der Frauen. Hier bleibt vieles im Dunkeln. Auch das Ende des Films kann nicht wirklich überzeugen. Zwar wird eine Botschaft (besonders am Anfang) transportiert, diese aber nicht bis zum Ende und zur letzten Konsequenz gebracht.

Wertung: 5 von 10




#40 - 25.10.06 - 23:00

The Grudge 2 (2006)



Spricht man in letzter Zeit sooft von der Wiederbelebung des Horror Genre, war dieser Film zu später Stunde ein herbe, aber auch vorhersehbare Enttäuschung.

Wer den ersten Teil gesehen hat, der weiß, was im zweiten Teil passieren wird (nämlich genau das gleiche) und dass er absolut nichts zu erwarten hat. Das ver"fluchte" Haus ausdem ersten Teil hat noch immer nichts seiner gruseligen Art verloren: Noch immer betreten Teenager es und haben danach schreckliche Visionen von einem bedrohlich knatterndem Kind, das sie verfolgt. Am Ende muss eben jeder dran glauben. Mehr gibt es eigentlcih auch nicht zu erzählen. Zwar wirrd mehrperspektivisch, aus Sicht verschidener Personen erzählt, ist dies aber weder aufschlussreich, noch in irgendeiner Weise sinnvoll oder bereichernd.

Das einzige was hier überzeugen kann, ist lediglich das visuelle Konzept und die Soundeffekte, welche sich konzequent durch den Film ziehen. Einige Schreckmomente, die aber schnell wieder verflogen sind und wenige wirklich gruselige Passagen bleiben im Fazit stehen. Prädikat Gurke.

Wertung: 3 von 10




#39 - 25.10.06 - 20:30 (OmU)

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan (2006)



Unglaublich, was es dieses Mal zu sehen gab: Eine aberwizig alberne Gesellschaftssatire von Sascha "Ali G." Baron Cohen.

Borat ist kasachischer TV Journalist und reist mit seinem Vorgesetzten Asamat in die "US and A" um dort eine Reportage über die Lebensart der westlichen Kultur zu drehen. Nachdem er sein Dorf in Kasachstan, sowie seine antisemitische und frauenfeindliche Attitüde in bester Manier vorgestellt hat, setzt der Film in Übersee fort. Dort ist Borat bemüht, alle gesellschaftsmitglieder vom Minister, Auto- und Waffenverkäufer bis zum kreationistischen Priester auf seine ganz eigene Art zu interviewen und ihnen "die" amerikanische Lebensweise zu entlocken. Doch nicht ales läuft wie geplant: Borat verliebt sich in Pamela Anderson, nachdem er sie in einer Folge von "Baywatch"
gesehen hat und will sie an der weit entfernten Ostküste treffen.

Auf seiner Reise quer durch die Vereinigten Staaten interviewt Borat viele Menschen aus verschiedenen Landesteilen und Gesellschafts-, sowie Altersgruppen. Was diese an entlarvender Wahrheit ausstrahlen ist teilweise unglaublich, oft witzig, aber manchmal auch ernst und nicht mehr zum Lachen. Ohne zu viel zu verraten, kann man sagen, dass es sich hier um eine 1A Gesellschaftssatire der USA handelt, aber eine, die nicht wie ein Moore todernst bleibt, sondern ganz im Gegenteil wirklich witzig ist. Neben den kritischen und entlarvenden Momenten gibt es auch genügend sinnfreie und niveaulose Szenen, die so den ein oder anderen Tabubruch zu bieten haben. Diese Abwechslung macht viel des Charme dieses Filmes aus.

Wer also einen wirklich lustigen Film mit einer gehörigen Portion Satire und alberner Blödelei erleben will, dem sei dieser Film hier wärmstens empfohlen!

Wertung: 9 von 10




#38 - 18.10.06 - 20:30

Ein Freund von mir (2006)



Irgendwie kann ich ja nicht verstehen, dass regelmäßig ein Raunen durch den Kinosaal geht, wenn im Vorspann ersichtlich wird, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Meistens sind das nämlich grundsolide Filmwerke - wie auch bei diesem hier.

Karl ist ein introvertierter und schüchterner Diplom-Mathmatiker, der seinen ersten Job in einer Versicherung bekommt. Dort entwirft er ein Programm, für das er sogar mit einem Preis geehrt wird. Doch nun verlangt sein Chef Seltsames von ihm: Karl soll für einen Tag sozusagen undercover bei einem Mitwagenbetreiber am Flughafen arbeiten, um über eventuelle Risiken informieren zu können, die bei einer Versicherung auftreten könnten. Dort angekommen lernt er schnell den kontaktfreudigen Hans kennen. Dieser ist ein ganz andere Typ, wie Karl. Er ist draufgängerisch, albern und schräg. Doch als sich zwischen den beiden doch eine Art Freundschaft herausbildet, beschließt Karl seinen Undercover-Auftrag fortzusetzen. Anfangs erzählt er Hans natürlich nichts von seinem echten Job. Bis es eines Tages dann doch zur Auflösung kommt: Karl erzählt Hans alles und erklärt deren Freundschaft als nichtig. Doch langsam zeigt sich Reue bei Karl...

Dieser Film zeigt eine wunderbare Freundschaft, wie sie entsteht, was sie beinhaltet und wie sie zerbrechen kann. Aber auch Loyalität wird thematisiert, sei es dass es die Freundschaft als solche, oder auch Frauen angeht. Daniel Brühl spielt klasse und bringt uns den kühl berschnenden Mathematiker vor Augen, genauso wie Jürgen Vogel es raus hat, den Draufgänger zu mimen. Den Film über darf man noch ganz nebenbei richtig tolle Autos bestaunen.
Das einzige, was hier stört, ist dass die Identifizierung mit beiden Charaktern ob ihrer starken und "unnormalen" Züge sehr schwer fällt. Manchmal wirken die beiden auch etwas konstruiert. Nichtsdestotrotz ein guter deutscher Film, der für mich fast geanauso empfehelenswert ist, wie "Elementarteilchen".

Wertung: 7 von 10




#37 - 11.10.06 - 20:30

Snow Cake (2005)



Diesmal gabs einen Film mit Sigourney Weaver, aber ohne Aliens... Dafür aber ein Drama über eine Autistin.

Alexkommt nach Kanada um seine Ex-Frau zu besuchen. Auf dem Weg dorthin nimmt er die junge Tramperin Vivienne mit. Bei einer schweren Kollision mit einem Lastwagen stirbt sie. Alex hat schwere Schuldgefühle und macht Viviennes Mutter ausfindig. Diese jedoch ist Autistin, was den Umgang und die Kommunikation mit ihr nicht einfach macht. Alex beschließt Linda bis zur Hochzeit zu unterstützen. Nebenbei lernt er auch noch die nette Nachbarin Maggie kennen.

Solide Schauspiellestungen von Rickman und Carrie-Ann Moss, die es verstehen, uns ihre Situation und Beziehung glaubhaft und realistisch zu machen. Besonders Sigorney Weaver spielt sehr auten(tis)thisch! Ansonsten haben wir es mit einem packenden Drama zu tun, das sich viel mit der Thematik Tod, Trauer, Schuld und Sühne beschäftigt.

Mich persönlich sprach das Gesamtambiente nicht zu sehr an, auch die Thematik Autismus (wie hier inszeniert) fand ich nicht so interessant. Trotz ein paar Längen, gibt es durchaus einige Szenen und Momente, die klasse getroffen sind.

Wertung: 7 von 10




#36 - 04.10.06 - 20:30

DOA: Dead or Alive (2006)



Trash in der Sneak. Trotzdem zum kaputtlachen und Garant für klasse Stimmung.

Vier gut aussehende Mädels (darunte Devon Aoki und Holly Valance) in ganz knappen Outfits treten zum Kampf-Contest der Superlative an. Das DOA lädt die besten ihrer Klasse zum Kampf gegeneinander auf eine Insel. Dem Gewinner winken 10 Mio. Dollar Preisgeld. Aber nur bei den Fights bleibt es nicht, hat doch der Organisator teuflisches vor...

Trash vom Feinsten. Gleich schon die erste Szene eröffnet ein wahres Feuerwerk an überstylter Optik und Stunts, die einem das Lachen ins Gesicht zwingen. Sinnfrei und nebensächlich bleibt die Story den ganzen Film über. Hier interessiert nur eins: Fights, viel nackte Haut und Fights! Die Kämpfe sind zwar relativ eintönig und ohne ein Tröpfchen Blut, aber trozdem recht unterhaltsam. Die Optik ist aus einem Guß und präsentiert sich animiert wie das Konsolen Spiel.
Klar, die Handlung ist dämlich, aber durch viele trashige Comedy und sexy Schauspielerinnen garantiert der Film sinnfreie Unterhaltung.

Wertung: 8 von 10




#35 - 20.09.06 - 20:30

Der tierisch verrückte Bauernhof - Barnyard (2006)



Oh mein Gott! War das aber ein langweiliger Animationsfilm. Nicht einaml für Kinder zu empfehlen.

Die Tiere auf dem Bauernhof veranstalten hinter dem Rücken des Bauers Partys in der Scheune. Die männliche? Kuh mit Euter Ben sorgt sich aber trotzdem um die Sicherheit. Als dieser aber bei einem Koyotenangriff stirbt, muss sein Sohn seine Nachfolge antreten. Dieser aber ist noch mehr Kind als Mann und findet sich in seiner neuen Position so gar nicht zurecht...

Was sich nach einer bescheurt klischeehaften Story anhört, ist sie auch. Vorhersehbar bis zum Schluss. ABer hier können nicht einmal die Animationen die Handlung kompensieren. Die Kühe (männlich, mit Euter wohlgemerkt!) sehen aus wie Plastik. Auch sonst sind die Tiere recht lieblos und viel zu undifferenziert dargestellt. Auch für Kinder nicht zu empfehlen, die teils sehr hektisch, absolut nivaeulose Musik sollte nur Nickelodeon Kids vorbehalten sein. Ein paar mittelmäßge Gags hier und da verhindern das Verlassen des Kinosaals und die niedrigste Wertung!

Wertung: 2 von 10




#34 - 13.09.06 - 20:30

Ich, du und der Andere - You, me and Dupree (2006)



Nach einer solch langen Phase guter Filme musste einfach wieder mal was Mittelmäßiges an der Reihe sein.

Molly und Carl heiraten. Nur der Trauzeuge Dupree macht ihnen einen Strich durch die lang ersehnte Zweisamkeit. Ohne Job und Wohnsitz steht er eines Tages vor der Tür und wil bei dem frisch vermählten Paar wohnen. Duprees chaotische Art verwandelt die Beziehung von Molly und Carl aber zunehmendst in ein Desaster. Carl entfernt sich immr mehr von seiner Geliebten, hat er doch auch noch Probleme mit seinem Schwiegervater, seinem gleichzeitigen Arbeitgeber. Dass am Ende doch wieder alles gut wird, brauche ich wohl niemandem zu verraten.

Die Story ist alt und bietet nicht viel Neues. Die Schauspieler machen ihre Sache OK, wenn auch nur oberflächig. Alles in allem ein unterhaltsames Filmchen, aber nicht mehr. Owen Wilson als Dupree heimst alle der gar nicht so knapp geratenen Lacher ein und bringt den Film damit doch noch einmal auf Mittelmaß. "Find your -ness!"

Wertung: 5 von 10




#33 - 06.09.06 - 20:30

Brick (2005)



Bei dieser Sneak wird wohl nicht jeder zufrieden gewesen sein. Die stillen Genießer jedoch schon.

Brendan ist an seiner Schule der Außenseiter schlechthin. Niemand kennt ihn, niemand will ihn kennenlernen. Eines Tages ruft ihn seine Ex-Freundin Emily an und bettelt verstört um Hilfe. Nach einem Treffen mit ihr wird ihm klar: Irgendwas stimmt da nicht. So macht er sich mit seinem Kumpel The Brain im Rücken auf die Suche nach Gründen und "der Wahrheit". Als er Emily tot auffindet, packt ihn der feste Wille, alles über deren Elend zu erfahren. Im tiefen Drogensumpf und vertrackten Gefüge der Kleinstadt wühlt Brendan solange, bis er wirklch herausgefunden hat, warum seine Feundin starb.

Klasse, der Film Noir ist zurück. Beklemmend eintönig, aber kontrastreich werden hier die großen sozialen Probleme einfach ins Kleine verlagert. Nichtsdestotrotz packt dieses Drama ungemein. Brendan als mürrischer, aber sehr klar denkender Dedektiv entführt uns in eine Welt des Abgründigen. Was er auf seinem Weg finden wird, ist nicht vorhersehbar und relativ komplex verstrickt. Toller Independant Film, bei dem man auch bei der zweiter Sichtung sicherlich noch einiges zu erwarten hat!

Wertung: 8 von 10




#32 - 30.08.06 - 23:00

Cars (2006)



Die Latte für den Animationsfilm wird hochgesteckt! Hier bekommen wir 1A Kino geboten!

Lightning McQueen ist der Superstar der Rennsaison. Aber auf dem Weg zu seinem nächsten Rennen geht er verloren und findet sich in der Einöde Radiator Springs" wieder, wo er erstmal ein richties Chaos anrichtet. Er muss nun den Schaden wiedergutmachen und die Straße neu teeren. Was ihm anfangs noch als schreckliche Last das Leben schwer macht, rückt immer weiter in den Hintergrund, als er die liebevollen Stadtbewohner erst einmal richtig kennenlernt.

Diesen Film kann man auch getrost im Nicht-Kindesalter genießen. Allein schon die wirklich gelungene und technisch höchst anspruchsvollen Animationen lassen den Film gefallen. Die Story ist zwar nichts Besonderes, langweilt aber auch nicht. Unterm Srich bleibt ein klasse Animationsfilm, der für mich auf jeden Fall in der "Monster-AG"-Liga mithalten kann.

Erwähnenswert ist sicher auch der sehr gelungene Kurzfilm "One Man Band", der vor dem eigentlichen Film gezeigt wurde.

Wertung: 8 von 10




#31 - 30.08.06 - 20:30

Glück in kleinen Dosen - The Chumscrubber (2005)



Gesellschaftssatire über das Leben in der typischen amerikanischen Vorstadt.

Deans bester Kumpel Troy begeht Selbstmord. Er belieferte die ganze Stadt mit chemischen Drogen. Aus diesem Grund wird nun Dean, die einzigste Person, die Troy nahe stand, gezwungen weiterhin Drogen zu liefern. Als Mittel des Nachdrucks will Billy Deans Bruder entführen, aber kidnappt aus Versehen einen völlig falschen Jungen. Die Mutter des verstorbenen Troy hat mit ihrer trauer zu kämpfen, wobei die Nachbarsfrau, die nicht merkt, dass ihr Kind entführt wurde nur die Hochzeit mit dem Bürgermeister im Sinn hat.

Die Handlung des FIlms ist nicht ganz einfach zu beschreiben. Sagen wir, das Leben einer beliebig austauschbaren Vorstadt in Amerika wird aus der Sicht eines Teenagers belauchtet. Hierbei decken sich massenhaft moralische Abgründe, Intrigen, Beziehungsprobleme und viele andere Missstände auf, an denen die amerikanische Gesellschaft - besonders in den gut situierten Vorstädten - krankt. Hierbei geht es auch nicht unlustig zu, denn schließlich haben wir hier eine Staire vorliegen. Etwas unkonventionell, manchmal etwas abgedreht, letzendlich aber ein guter Film mit einer gehörigen Prise amerikanischer Sozialkritik.

Wertung: 7 von 10




#30 - 23.08.06 - 20:30

Thank you for Smoking (2005)



Hier will wohl jemand in die erst kürzlich gestampften Fußstapfen des genialen "Lord of War" treten. Dass dies schwer werden dürfte, muss klar sein...

Nick Naylor ist ein eloquenter Lobbyist der Zigarettenindustrie. Er vertritt die Tabakkonzerne in allen Belangen nach außen hin, kümmert sich um Schweigegelder und muss natürlich eines tun: Das Rauchen verharmlosen. Als er aber gegen den Senator und seine Anti-Rauch Kampagne, die jede Zigarettenschachtel mit Totenkopf mblem versehen will, antreten soll, da fangen die Probleme an. Auch privat läuft nicht alles glatt. sodass auch der schneidige PR Mann nicht mehr alles im Griff behält.

Ein Thema, das eigentlich der größten Ernsthaftigkeit bedarf, wird hier mal anders angepackt. Auf die satirisch humoristische Weise. Viele Witze ergeben sich daraus zwangsläufig. Dieser originelle Einblick in das Lobby-Leben kann durchaus sehr amüsant sein. Das einzige was etwas stört, dass der keine wirklich konsequent kritische Message geliefert wird. Gegen Ende wird doch wieder relativiert und man weiß nicht, was man jetzt vom "bösen" Lobbyisten oder gar dem Rauchen halten soll. Trotzdem sehr lustig und sehr satirisch, wenn auch nicht zynisch veranlagter Film.

Wertung: 8 von 10




#29 - 16.08.06 - 20:30

Snow White (2005)



Schneewittchen mal anders. Dramatisch versucht gesellschaftskritisch.

Paco verliebt sich in Nico. Diese ist ein reiches High Society Girl, er hingegen französischer Bandleader aus ärmlichen Verhältnissen. Um die Beziehung aufrecht zu erhalten lügt Nico den idealistischen schwarz/weiß Weltbildler Paco an und täuscht vor, nicht das reiche, verzogene koksende Girlie zu sein. Doch lange kann das natürlich nicht funktionieren, so steigt Nico immer weiter ab, kokst immer mehr, prostituiert sich und landet letztendlich ganz unten.

Nungut, die Ansätze der Geschichte finde ich nicht uninteressant. Wer will nicht einmal einen Blick in ein unbekanntes Milieu werfen? Der Film will realistisch sein, schafft dies aber selten. Sozialkritisch ist er keineswegs, da oftmals zu aufgesetzt. Oft wiederholen sich Handlungsschemata der Figuren. Trotzdem schaffte es der Film mich zu unterhalten, wohl auch die schöne Julie Fournier, aber nicht nur ;-) Entertainment will der Film zwar nicht sein, doch alles andere verfehlt er. Deswegen angucken und nicht zuviel erwarten...

Wertung: 6 von 10




#28 - 09.08. - 20:30

Die Könige der Nutzholzgewinnung (2006)



"I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day"

An diese berühmte Liedzeile aus dem Lumberjack Sketch von Monty Python musste ich denken, als ich den Titel dieses Filmes sah. Dass es dabei nicht ganz unlustig und normal zugehen werde, war mir ab diesem Punkt klar.

Die ganze Geschichte spielt in einem kleinen Örtchen im Harz, das passend "Wipfel" heißt. Krischan (Bjarne Ingmar Mädel) kehrt nach 12 Jahren Abwesenheit zurück in sein Heimatdorf und will seine ehemalige Freundin und auch seine Freunde wiedersehen. Doch fast hätte er vergessen, dass er seine zwei Kumpels Ronnie und Bert mit hohen Schulden an einer Imbißbude hat sitzen lassen. Auch seine Ex-Freundin Ellen will nichts mehr von ihm wissen, noch dazu hat sie einen Sohn, der von Krischan stammt. Es kommt wie es kommen und muss und Krischan erfährt von seinem Sohn und versucht ihn kennenzulernen. Soviel zum Nebenplot.
Da Krischan das Geld, welches er seinen Kumpels schuldet gerne zurückzahlen will und gleichzeitig auch selbst noch mal "auf die Schnelle" Geld verdienen will, lässt er sich etwas einfalen: In Wipfel sollen Lumberjack-Games wie in Kanada stattfinden.

Bjarne Ingmar Mädel, bekannt aus der TV-Comedy "Stromberg" gibt hier eine wirklich gute Figur als notorischer Lügner und Drückeberger Krischan ab. Oftmals kommt er aber mit seiner Art kaum aus der "Ernie" Rolle heraus. An diesem tragikomischen Film gefallen besonders zwei Dinge: Zum einen der wahre Hintergrund der sozialen Schwierigkeiten in der ehemaligen Ostzone. Marode Dörfchen, die in Resignation und Arbeitslosigkeit versinken. Auf der anderen Seite der ntürliche Witz und Charme, der von dieser deutschen Produktion ausgeht und diese auszeichnet.
Zu einem richtig gutem Film reicht es dann aber doch nicht, weil er sich wieder mal nicht entscheiden kann. Er ist keine realistische Sozialstudie des Ostens, aber auch keine reine Komödie. Abgesehen vom doch etwas zu stereotypen Ende, kann man sich diesen Film getrost anschauen.

Wertung: 7 von 10




#27 - 26.07.06 - 20:30

Bandidas (2006)



Wild Wild West mit Frauen? Ob das was werden kann? Nein, wohl eher nicht. Außer man würdigt den voyeurisitischen Aspekt... ;-)

Maria (Penélope Cruz) und Sara (Salma Hayek) sind zwei sehr verschiedene Typen von Frau, die jedoch das gleiche Schicksal ereilt. Beider Väter werden vom skrupellosen Jackson ermordet. Dieser versucht sich alle Grundstücke der Mexikaner für eine Eisenbahntrasse zu ergaunern, wobei ihm jedes Mittel recht ist. So hat er aber die Rechnung ohne die beiden "Power"-Frauen Maria und Sara gemacht, die natürlich versuchen ihre Landsleutte und deren Besitztum zu retten.

Naja, die Story klingt ja nicht sehr ausgefallen. Der Lösungsansatz des Problems, nämlich der Bankraub, bleibt den Film über so oder so wenig logisch und schlüssig. Irgendwie meint man jede Szene schon mal irgendwo gesehen zu haben. Originalität sieht anders aus. Das einzige was diesen Film vor dem Totalausfall bewahrt, sind die Körper der beiden Hauptdarstellerinnen. So ist der Regisseur jede Szene aufs Neue bedacht - vulgär ausgedrückt - die Titten und den Arsch von Penélope oder Salma möglichst nah und mittig ins Bild zu rücken. Auch finden wir vielleicht ein oder zwei wirklich witzige Einstellungen, aber insgesamt, bleibt ein sehr fahles Ergebnis. Pralle Einblicke gibts nämlich auch woanders...

Wertung: 4 von 10




#26 - 12.07.06 - 20:30

Open Water 2 - Adrift (2006)



Aua, soviel Dummheit tut weh! Das ist das erste, was mir zu dieser wirklich untergründigen Sneak Preview einfällt!

Langjährige Freunde wollen zusammen auf dem Boot - nein warte, der Yacht - des reichen Macho Dan einen Segeltörn unternehmen. Dummerweise vergessen alle beim Baden auf hoher See, die normale Einstiegsleiter zum Boot herauszufahren. Ohne diese ist es (bis zum Ende des Films;-) nicht möglich, wieder auf das Boot - ach was sag ich, die Yacht zurückukommen. Nun beginnt der bittere Kampf ums überleben, bei dem es einige Tote geben wird...

Also nichts gegen die Ausgangssituaton des Ganzen. Diese finde ich nämlich nach wie vor schrecklich beängstigend. Die Umsetzung ist hier jedoch absolut schlecht. Zwar kommt anfangs wirklich eine Art von Panik auf, die sich jedoch nicht langre halten kann. Die Charaktere sind alle so blöde dumm und bringen sich praktisch selber um. Findige Ideen sind hier Fehl am Platz. Nur ganz zum Ende dann die Auflösung, die aber immer schon möglich gewese wäre - auch ohne Tote.
Uninteressanter Low-Budget Film, der auf ganzer Linie nicht überzeugen kann und insgesamt viel zu dümmlich wirkt.

Wertung: 2 von 10




#25 - 05.07.06 - 20:30

Born To Fight (2004)



Ein absolut trashiger thailändischer Martial Arts in der Sneak - das konnte nur ein Spass werden...

Der Cop Daew verliert seinen Partner bei der Festnahme eines viel gesuchten Drogenbosses. Jahre später besucht er ein Dorf mit dem Sportverein seiner Schwester, um dort Hilfsgüter zu verteilen. Doch das Dorf wird von - wohl kommunistischen ;-) - Rebellen auf Brutalste überfallen. Die Terroristen nehmen die Dorfbewohner als Geisel und drohen dem Ministerpräsidenten von Thailand mit dem Abschuss einer Atombombe auf Bangkok. Nunja, der Cop kann sich erst einmal verstecken und versucht jetzt zusammen mit den Dorfbewohnern und den Sportlern das Dorf aus den Klauen der Terroristen zu befreien.

Wow, lange nicht so was geiles gesehen. Was man bei diesem Film an Lachern - oftmals unfreiwilliger Art - geboten bekommt, sieht man in nur wenigen Komödien. Gerade als Zuschauer der westlichen Hemisphäre, macht es Spaß, bei diesem oft zu naiv patriotischen Kampffilm zuzuschauen. Auch mit geballter Action geizt "Born To Fight" nicht, allein der actionlastigste Showdown seit Hard Boiled dauert geschätzte 45 Minuten. Wer sein Hirn abschalten kann, nicht zu kritisch hinschaut/hinhört und auf brutale Abtion und Kampfkunst steht, der wird einen heiden Spass haben!

Wertung: 8 von 10




#24 - 26.04.06 - 20:30

Tristan und Isolde (2006)



Historienromanze im Anmarsch - Vorsicht, dass könnte langweilig werden!

Tristan verliert früh seine Eltern, die bei einem Überfall der Iren auf sein britannisches Dorf ermordet werden. Als er erwachsen ist überfällt er einen irischen Gefangenentransport, wird dabei aber von einem Giftpfeil (schein)tödlich verletzt. Wie ein König wird er in einem Boot beigesetzt, strandet an der nahe liegenden irischen Küste und wird von der Prinzessin Isolde aufgefunden. Diese pflegt ihn gesund und die Romanze kann beginnen. Natürlich kann das ganze nicht funktionieren: Briten und Iren hassen sich ja. Dramatisch wird es dan noch zu Ende, wer hätte es gedacht: Tristan stirbt bei der finalen Schlacht.

Naja, viel zu bieten hat dieser Film wirklich nicht. Den halben Film kann man Getrost in die Tonne kloppen, die andere Hälfte ist teils herzerwärmende Romantik und Schlachten gegen die Iren. Wen es von der Thematik her interessiert, der mag sichs anschauen. Frauen vielleicht auch. Ich aber nicht.

Wertung: 5 von 10




#23 - 19.04.06 - 20:30

Tsotsi (2005)



Mal was anderes in der Sneak: Ein südafrikanisches Gangsterdrama a la City Of God.

Tsotsi ist ein kleines Licht im Gangster Milieu von Johannesburg. Abends geht er mit deinen Kumpanen auf Beutezug und überfällt Geschäftsmänner. Als er im Alleingang im Reichenviertel ein Auto klaut, bemerkt er, dass er ein Baby auf dem Rücksitz sitzen hat. Nun muss er sich entscheiden, was er mit dem Kind tun will. Tsotsi nimmte es mit und versorgt es. Als er das Baby aber wieder seinen Elter übergeben will, endet dies in seiner Festnahme.

Auf unkonventionelle und nicht mainstreamartige Erzählwiese bekommen wir hier ein solides Drama gezeigt. Der Kontakt mit dem kleinen Baby weckt in dem emotionslosen Gangster Tsotsi Moralität und lässt ihn an Gesellschaftlichkeit gewinnen. Auch seine schwere Kindheit wird thematisiert, die vielleicht als Begründung seiner Handlungen stehen mag, was aber uns als Zuschauer in seiner Bwertung selbst überlassen wird. Manche Einstellungen geraten leider etwas zu lange trotzdem haben wir einen guten Film, wenn auch kein Ghetto Meisterwerk wie seinen großen Bruder City Of God gesehen.

Wertung: 7 von 10




#22 - 12.04.06 - 20:30

Brotherhood - Taegukgi (2004)



Wenn man schon zwei Wochen vorher geraten bekommt, diese Sneak zu besuchen, konnte man auch schon im Vorfeld gespannt sein. Letztendlich stellte sich dieser 22. Sneakbesuch als filmisch bester dar.

Die südkoreanischen Brüder Jin-Tae und Jin-Seok werden bei Ausbruch des Koreakrieges in die Armee eingezogen und müssen an die Front. Der ältere Bruder Jin-Tae versucht seinen herzkranken Bruder vor allen Gefahren zu schützen, begibt sich dadurch aber selbst in halsbrecherische Manöver und avanciert zum Medaillen gekrönten Kompaniechef. Die starke persönliche Veränderung von Jin-Tae treibt die Brüder immer weiter auseinander, was in einer Tragödie endet.

Dieser Film ist in eine Rahmenhandlung eingebettet, die uns das Schicksal der Brüder gerade in den letzten Minuten des Films nahe bringt: Der überlebende Bruder erinnert sich als Rentner an den Krieg zurück und findet die sterblichen Überreste seines Bruders am Ausgrabungsort des ehemaligen Schlachtfeldes.
Das wir es mit einem Kriegsfilm zu tun haben, muss klar sein. Alle anderen Betrachtungsweisen würden dem Film ansonsten nicht gerecht werden. So bekommen wir die Schrecklichkeit des Krieges, verbunden mit den menschlichen Schicksalen auf tragischste und krasseste Weise vorgeführt. Mitreißend und zerreißend gespielt, wird dem Zuschauer ein "shell-shock" nach dem anderen verpasst. Auf seine ganz eigene, aber auch sehr brutale und kampflastige Weise wird dem Zuschauer der Schrecken des (Front-)Krieges zu Gemüte führt. Bester gesehener Sneak Film.

Wertung: 9 von 10




#21 - 05.04.06 - 20:30

The Big White (2005)



Diese schwarze Komödie wurde uns als glatter Einser Kandidat angekündigt. Zumindest für mich hat er diese Erwartungen nicht erfüllt.

Paul hat ein kleines Reisbüro ind der eisigen Wüste Kanadas. Eines Tages findet er in einem Müllcontainer eine Leiche, die ihm gar nicht schlecht in den Kram passt: Sein Bruder wird seit 5 Jahren vermisst und Paul würde seine Lebensversicherungsprämie nur zu gern einstreichen. Immerhin handelt es sich um 1 Million Dollar. So versucht er die Leiche in einen Unfall verwickelt, als seinen Bruder auszugeben. Dies funktioniert auch recht gut, doch hat er die Rechnung ohne den Versicherungsagenten und zwei Kriminelle gemacht, die schon eigene Pläne mit der Leiche hatten.

Besonders Robin Williams sticht mit seiner Bühnenpräsenz hervor. Auch seine Frau, die schimpfend und fluchend vom Tourrette Syndrom geplagt, durch das Bild hüpft, ist für einige Lacher gut. Auch die sehr schwarzhumorige Story müsste eigentlich gefallen, doch irgendetwas fehlt. Vielleicht ist auch die Überstzung schuld, die, wie ich denke, diesem Film einiges an Dialogwitz nimmt. Vieleicht ist es das wirklich absurde Ende, das fehlt. Trotz allem wird man gut unterhalten, doch von der wirklich bitterbösen tiefschwarzen Komödie sind wir hier weit entfernt.

Wertung: 6 von 10




#20 - 29.03.06 - 20:30

Paparazzi (2004)



Obwohl dieser Actionfilm von Kritikern regelrecht zerrissen wurde, fand ich ihn unterhaltsam und kurzweilig.

Bo ist aufstrebender Actionstar in Hollywood. Mit seiner Frau und seinem Sohn beziht er eine neue Villa. Doch das Familienglück währt nicht lange, da Bo duch seine neuerliche Popularität das Opfer skrupelloser Paparazzis wird. Nachdem die unbeholfenen Schlagfertigkeiten von Bo die Probleme nicht lösen, gehen die Paparazzis soweit, dass sie einen Autounfall provozieren, bei dem Bos kleiner Sohn ins Koma fällt. Nun sinnt er auf Rache für seine Familie.

Ok, zugegeben, die Story hört sich doch recht klischeehaft an. Trotz allem fand ich mich ihm Kino recht gut unterhalten. Natürlich gab es Szenen, die etwas überzogen und realitätsfern wirken, aber welcher Action Film hat das nicht? Lediglich etwas fehlender Tiegang mangels schauspielerischer Leistung kann man dem Film vorhalten. Ansonsten macht es - einem nicht zu kritischen Auge - Spass, bei Bos Rachefeldzug mitzufiebern.
Trotz des oft titulieten B-Movie Status, der vielleicht nicht ganz unbegründet ist, bekommt dieser Film für seine Unterhaltsam- und Kurzweiligkeit eine gute Wertung.

Wertung: 7 von 10




#19 - 22.03.06 - 20:30

Kifferwahn - Reefer Madness (2005)



Ein Musicalfilm in der Sneak, mal was neues. Aber polarisierend. So sehr, dass am Ende der Vorstellung nur noch knapp die Hälfte des Publikums anwesend war. Die andere Hälfte klatschte Beifall...

Vorweg muss erwähnt werden, dass dieser Film eine Parodie auf einen Propagandafilm (Tell Your Children, 1938) gegen Marijuana des 30 Jahre Amerikas darstellt.
Eine Provinzschule lädt zum Informationsabend. Dort wird ein Film gezeigt, der die Eltern über de immensen Gefahren von Marijuana aufklären soll. Der Film, der gezeigt wird handelt von Jimmy, der sich in Mary Lane verliebt. Doch kommt er zum Marijuana Konsum und ersinkt langsam abr sicher in seiner "Dunstträumen". Letzen Endes wird er verhaftet, Mary Lane umgebracht zu haben, obwohl sein Drogen Dealer die Tat beging. Am Ende gibt es sogar noch eine Zombie Schlacht, die in bester Splatter Manier daherkommt.

So skurril, wie sich die Handlung anört, ist sie auch! Von einem Song in den nächsten, von einer absurden Szene in eine noch viel absurdere. Die Songs sind sehr eingängig, entsprechen dem sehr satirischen Ton des Filmes und bieten Kurzweile. Besonder der Anfangstitel "Reefer Madness" ist ein echter Ohrwurm. Aber außer der vielen Musik und einigen, dann aber doch recht lustigen Szenen, hat der Film nicht viel zu bieten. Mitunter wird er nur durch seine übertriebene Skurilität witzig. Obwohl Jesus Superstar echt zum kranklachen ist.

Im Resumee: Ein lustiger Musicalfilm übers Kiffen. Menschen in erwähnten Zustande und Sympathisanten von Musikfilmen wird der Film sicherlich gefallen. Alle anderen werden nicht so überzeugt sein, oder gar das Kino verlasssen...

Wertung: 6 von 10




#18 - 01.03.06 - 23:00

Knallhart (2006)



Die späte Sneak: Garant für Geheimtipps und etwas andere Filme. Keines von beiden gabs hier zu sehen, sondern ein "knallhartes" deutsches Großstadtdrama.

Michael muss mit seiner Mutter aus dem reichen Zehlendorf in Berlin in ein Armenviertel umziehen, weil ihr Freund (genial: Jan Henrik Stahlberg) sie nicht mehr attraktiv findet. So hat Michael in der neuen Schule und in dem Migrantenmilieu keinen leichten Start. Er wird von der "Erol" Gang verprügelt und muss Schutzgeld zahlen. Da sich seine gänzlich überforderte Mutter (Jenny Elvers) sich kaum um ihn kümmert und mehr ihre Freunde im Kopf hat, als ihren Sohn, gerät Michael schnell in dubiose Kreise. Er wird Drogenkurier für Hamal und bekommt letztlich seine Chance der Rache in einem wirklich KNALL-harten Ende...

Das ist mal ein wirklich heftiger Film. Ein Drama, wie es im Buche steht, mitreißend und heftigste Emotionen auslösend. Die Szenen, in denen Michael von einer Ausländergruppe misshandlt und verprügelt wird, sind dermaßen authentisch dargestellt, dass man am liebsten in den Kinosessel vor einem schlagen will. Aber genau so passiert es täglich auf Großstadts Straßen. Die vielen sozialen Abgründe, die sich hier auftun, sind keineswegs Klischees, sondern leider harte Realität, die täglich stattfindet. Kleinere Mankos gibt es dennoch zu verbuchen: Warum vergisst man einfach die angehende Liebesbeziehung von Michael und deren weiblichen Part? Auch manch ein Dialog mit Elvers erscheint ein wenig stümperhaft.
Ansonsten aber packend, mitreißend und "knallhart"!!

Wertung: 8 von 10




#17 - 01.03.06 - 20:30

Noch Einmal Ferien - Last Holiday (2006)



Seichte Sneak Unterhaltung wurde angekündigt und erfüllte sich auch voll und ganz. Eine Tragikkomödie, die mit einem "Happier than Happy, alle sind versöhnt Happy End" aufwarten kann...

Georgia Birds ist eine unsichere Kaufhausangestellte, die immer davon träumt, aus ihrem Leben "mehr" zu machen. Heimlich hegt sie eine Zuneigung zu einem ihrer Arbeitskollegen. Als sie aber eines Tages einen Gehirntumor im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert bekommt, verändert sich alles: Georgia kündigt alle ihre finanziellen Rücklagen und lässt sie sich ausbezahlen, um in einem tschechischen Luxushotel "noch einmal Ferien" zu machen. Dort findet sie quasi zu einer neuen Persönlichkeit, sie bekommt Bewunderung von allen Seiten ausgesprochen und ist selbstsicher wie nie. Der Konzernchef ihres Kaufhauses macht auch Urlaub in diesem Hotel, auch diesen bösartigen Kapitalisten kann sie "humanisieren". Letztzendlich stellt sich heraus, dass ihr eine Fehldiagnose gestellt wurde und alle sind glücklich!

Seichte Unterhaltung mit einigem Witz. Das ist die Idealvorstellung des Sneak Films fürs Mainstream Publikum. Die Schauspieler passen gut, Gerard Depardieu kann in einer Nebenrolle überzeugen, aber alles scheint hier doch zu gekünstelt. Die Tragik in diesem Film scheint nur stellenweise wirklich authentisch, ansonsten entpuoppt sich der Film zu einem "Verwirkliche dich selbst" Klischee, das beileibe nicht das einzige in diesem Film bleiben soll.
Nichts besonderes, trotzdem unterhaltsam mit einem Happiest End, so bekommt der Film eine mittlere Wertung.

Wertung: 5 von 10




#16 - 22.02.06 - 20:30

Handbuch der Liebe - Manuale d’Amore (2005)



Schlechte Kritiken im Vorfeld bekam dieser italienische romantische Episodenfilm. Prädikat: Einmal gesehen, schnell vergessen. Zum Glück.

Der Film besteht aus drei Handlungen, bzw. Episoden, die am Ende nicht tarantinoesk kulminieren, sondern nur seicht zusammengeführt werden. Die drei Episoden sind "sich verlieben", "sich auseinanderleben", sowie "betrogen werden".

Soweit so gut, nur leider kann keine der drei Episoden das romantische Flair vermitteln, welches Liebe wirklich bedeutet. Lediglich einige Teile des ersten Episode beschreiben das Verliebtsein treffend und witzig und auch der letzte Teil hat etwas Besonderes, das anklingen lässt, was Liebe wirklich ist, bzw. sein mag. Der Rest in der Mitte des Films ist eher langweilend und wenig interessant. So bleibt der Film nur ein Annäherungsversuch an das Thema Liebe, der aber an seiner deutlich zu langen Laufzeit, vielen anderen Aspekten, sowie an seiner einfach nicht überzeugenden Art scheitert.

Wertung: 4 von 10




#15 - 15.02.06 - 20:30

Elementarteilchen (2006)



Ein deutscher Film in der Sneak, das war bis jetzt nicht immer bezeichnend für einen gelungenen Abend. Diesmal aber anders: Dieser Film läutet zwar keine neue Ära des deutschen Films ein, kann aber trotzdem überzeugen - Trotz des miserablen Filmplakats.

Die beiden Halbbrüder Michael und Bruno könnten verschiedener nicht sein: Der eine introvertierter Molekularbiologe, der andere psychisch kranker Deutsch Lehrer. Michael will seine Klonforschungen in Irland wieder aufnehmen, Bruno gibt seinen Job als Lehrer auf, weil er den weiblichen Versuchungen der Schülerinnen nicht standhalten kann. In einem FKK Sommercamp lernt er Christiane kennen und geht eine Beziehung mit ihr ein. In exzessiven Swingerparties denkt er endlich, seine "Traumbeziehung" gefunden zu haben. Michael hingegen trifft seine beste Freundin aus Schulzeiten wieder, die beide Zeit ihrer Jugend ineinander verliebt waren. Michaels Beziehung glückt, Brunos jedoch wandelt sich zur Katastrophe, die ihn letztendlich ins Irrenhaus bringt.

Die deutsche Schauspielelite um Moritz Bleibtreu und Franka Potente kann durchaus überzeugen. Viele, teils sehr lustige Szenen loten die Grenzen des guten/vertretbaren Geschmacks weit aus, was die dramatischen Elemente manchmal zu Versatzstücken werden lässt. Das ist eigentlich auch das einzige Problem des Films, bzw. die anhaltende Kinderkrankheit des deutschen Films: Er kann sich nicht auf eine Aussage und schon gar nicht auf ein Genre einigen. Die komischen Elemente passen teils einfach nicht in das dramatische Handlungskonzept.
Trotz dieser deutschen Eigenart bleibt eine elektrisierende Wirkung des Filmes, die einen in die Probleme der Charaktere eintauchen lässt und auch die hohe Wertung begründet.

Wertung: 8 von 10




#14 - 08.02.06 - 20:30

Aeon Flux (2005)



Bescheiden, bescheiden, popeiden - bis auf Charlize Theron und deren Kostümierung ist das die Kurzzusammenfassung des Films.

Die "perfekte Gesellschaft" der Zukunft: Nach einer Epidemie leben die letzten Verbliebenen in einem sozialistisch anmutendem Überwachungsstaat. Eigentlich sind alle glücklich und froh. Nicht ganz, da eine Untergrundorganisation versucht, das "Regime" zu stürzen. Aeon (Charlize "allerliebst" Theron) ist eine solche Agentin. Ein Mordauftrag bringt sie zum Oberhaupt des Regierungszirkels. Sie bringt es aber nicht fertig, diesen umzubringen, da Erinnerungen aus ferner Vergangenheit vergangene Zuneigungen zu Tage fördern. Letzen Endes wird aufgeklärt, warum alle so komische Erinnerungen haben und was aus der "perfekten Gesellschaft" werden soll.

Die Comicvorlage soll wohl deutlich besser gewesen sein. Dieser Film wird nur durch die wunderbare Charlize Theron und deren Kleidung aufgewertet. Denke man nur an den "Schlafanzug"... Alles andere nimmt sich zu ernst, sodass es albern wird ("Pommesmann in der fliegenden Imbissbude"), oder erreicht nicht wirklich einen dramaturgischen Höhepunkt. Alles dümpelt in seichter Unbedeutenheit vor sich hin.
An dieser Wertung rüttelt auch eine modern anmaßende Optik nichts. Und ohne Charlize bliebe diesem Film nichts, aber auch gar nichts...

Wertung: 3 von 10




#13 - 18.01.2006 - 20:30

Eine Andere Liga (2005)



Ein Film, der sich an das Tabuthema Brustkrebs heranwagt, ist eine Herausforderung. Dieser Film zeigt, dass das auch eine deutsche Produktion meistern kann.

Die 20-jährige Hayat ist begeisterte Fußballspielerin und hat in ihrem Verein die Kapitänsbinde um. Als sie eines Tages nach einem unglücklichen Ballkontakt ins Krankenhaus kommt, verändert sich ihr Leben. Sie hat Brustkrebs und bekommt eine Brust abgenommen. Ihre Leidenschaft Fußball verliert sie natürlich auch nach diesem Schicksalsschlag nicht. Sie sucht sich eine neue Mannschaft, da sie in der alten wegen fadenscheinigen Gründen nicht mehr spielen kann. Dort verliebt sie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in den Trainer Toni. Bis es aber zur glücklichen Zusammenführung der beiden kommt, dauert es eine Weile, mitunter wegen ihrer schweren Krankheit und derern schwerwiegenden körperlichen Folgen für Hayat.

Diese deutsche Produktion macht uns als Zuschauer nachfühlbar, wie schrecklich für eine Frau die Diagnose Brustkrebs sein mag. Noch viel schlimmer und drastischer dargestellt sind die psychischen Verletzungen aufgrund der abgenommenen Brust. Die Liebesgeschichte ezwischen Trainer und Spielerin gestaltet sich am Ende doch interessant und dynamisch.
Leider hat der Film anfänglich Probleme, eine konstante Linie zu halten und wird erst gegen Mitte authentisch und emotional bewegend.

Trotzdem bleibt ein Film, der einem Thema gerecht wird, dass manchmal alltäglicher ist, als man denkt und der auch nach dem Kinogang im Gedächtnis bleibt.

Wertung: 6 von 10




#12 - 11.10.06 - 20:30

Couchgeflüster - Prime (2005)



Einen typischen "Sneak-Film", wie uns die Moderation verriet, durften wir diesmal sehen: Eine Liebeskomödie mit Uma Thurman, die mir wirklich gut gefallen hat. Kurze Anmerkung zum Originaltitel: Im Englischen bedeutet "to be in one`s prime", "im besten Alter sein". So ist der Titel zwar nicht adäquat, aber dennoch gut übersetzt worden.

Kaum ist die 37-jährige Rafi (Uma Thurman) von ihrem Mann geschieden, da lernt sie durch Zufall den 24-jährigen Künstler David kennen. Der enorme Altersunterschied bereitet Rafi Sorgen, da sie sich eine richtige Beziehung mit David vorstellen könnte. So spricht sie über die Probleme mit ihrer Therapeutin, die sich nach einiger Zeit aber als Mutter von David herausstellt. Wie man sich vorstellen kann, fangen jetzt die Probleme erst richtig an...

Diese Liebeskomödie hat wirklich mal was zum Lachen! Viele lustige Dialoge und eine super besetzte Rolle mit Uma Thurman machen diesen Film zum echten Genrespaß. Auch wer derlei Filme normalerweise nicht mag (ja, auch ich gehöre dazu), wird seinen Spaß finden, am Beziehungsverlauf der beiden Anteil zu haben.

Was aber trotz alledem verwundert hat, dass im ersten Drittel des Filmes ständig ins Bild hineinragende Mikrofone zu sehen waren, was man normalerweise aus nur ganz schlechten Pornofilmen kennt

Wertung: 8 von 10




#11 - 05.10.2006 - 20:30 (SonderSneak OV)

Der Ewige Gärtner - The Constant Gardener (2005)



Leider konnte ich den Film wegen Filmrollensturzes im Kino nicht zu Ende sehen - Review folgt noch...

Wertung: ? von 10




#10 - 04.01.2006 - 23:00

Dark Horse - Voksne Mennesker (2005)



Das ist ein Film, der genau in eine Sneak Spät Vorstellung passt. Stilvolle schwarz-weiß Ästhetik in einer Komödie, die nicht alltäglich ist und zudem philosophischen Stil findet.

Daniel ist schon ein komischr Kauz: Dauernd läuft er mit seinen Kopfhörern rum, fährt einen Fiat 500, den er halbliterweise betankt und verdient sein weniges Geld mit dem Sprühen von Graffiti Liebeserklärungen. Sein Kumpel "Opa" ist dick, arbeitet in einem Schlafzentrum, will Schiedsrichter werden und hatte noch jiemals Sex. Er verliebt sich in die Bäckerin Francesca, die dann aber Daniel klar macht. Die Mutter von Francesca bleibt für Opa und der Richter, der Daniel wegen Graffiti Sprühen verurteilt bekommt auch noch seinen Part.

Dieser Film beschreibt. Und das tut er wunderbar. In seinen schwarz weiß Bildern fürt er uns Personen vor, die skuriler nicht gestaltet sein könnten. Alles Originale für sich - und dich. Denn in diesem Film findet jeder seine Philosophie und vielleicht ist auch ein kleines Stückchen unserer Charakterzüge hier vertreten.
Lustig ist er natürlich auch - und das nicht zu knapp, da die Figur es Opa wirklich Schmunzelpotential besitzt.
Alles in allem klasse Film, der optisch aussagekräftig vieles zu bieten hat. Nur das Viele, das sich für mich nicht genau in eine Linie bringen lässt, verhindert hier eine Höchstwertung.

Wertung: 8 von 10




#9 - 04.01.2006 - 20:30

Roll Bounce



"Wenn Hip Hopper Filme machen..." - Mit dieser Ansage wusste ich, dass der Film - tschuldigung - scheiße werden würde!

Bow Wow spielt Xavier, einen Jugendlichen, der mit seiner Clique einen Skate-Contest gewinnen will. Gelingt am Ende natürlich auch. Pseudo sozialkritische Nuancen.

Schwarze pubertierende Bande auf Rollschuhen machen das Parkett unsicher... Das kann ja nix werden. Passende 70s Musik, ein cooler Vater (Chi McBride, spielte auch in Terminal mit) und recht gute Schauspielleistung von "Bow Wow" verhindern die Mindestwertung.
Für diesen Film sehe ich leider sehr "schwarz"...

Wertung: 2 von 10




#8 - 07.12.2005 - 20:30

A Good Woman (2004)



Pseudo-intriganter, langweiliger, 30er Jahre "Liebesfilm".

Liebspaar, wie es im Buche steht, frisch verheiratet lebt im schönen Amalfi (Traumküste in Italien). Doch auf einmal taucht die verruchte Mrs. Earlynne auf und zerstört durch eine angebliche Affäre mit dem Ehehmann das Leben der beiden.

An diesem Film gibt es wirklich kaum gutes, außer der tollen Kulisse und der passenden 30er Jahre Kostümerie, sowie Musik. Doch Liebesfilm steht zu anfangs in "Anführungszeichen", weil hier wirklich nicht leidenschaftliche, sondern einschläfernde Liebe gezeigt wird. Zudem sieht die (betrogene) Ehefrau aus, als wäre sie dem lezten "Gierige Lippen" Pornofilm entsprungen...;-)

Wertung: 2 von 10




#7 - 30.11.2005 - 20:30

Cry Wolf (2005)



Aus Spiel wird Ernst und aus Ernst wird Spiel - vielleicht wird diese Titelzeile dem Slasher/Thriller Film gerecht.

Owen, der seine Schule schon des öfteren wechseln musste, kommt an eine neue Schule und wird dort sehr schnell mit den herrschenden Strukturen vertraut. Sein Zimmergenosse nimmt ihn zu heimlichen Treffen mit, bei denen eine Art Schafe-Wolf Spiel gespielt wird, bei dem durch listige Taktiken der Wolf aufgedeckt werden muss. Als aber Dodger die Idee kommt, das Spiel auf die gesamte Schule auszuweiten und einen imaginären Serienkiller zu entwerfen, verselbstständigt sich das Spiel und Leute werden umgebracht. Am Ende aber stellt sich heraus, dass alles doch nur auf Schein, Lug und Trug basiert, sodass der Zuscheuer gehörig auf falsche Fährten gelockt wird.

Eigentlich ist dieser Film gar nicht so schlecht, für sein wirklich geringes Budget, er bringt kleine Neuerungen oder Sichtweisen in das Slashergenre, hat die nötigen Thrillerelemente, um auch packend zu sein, doch komplett kann er auch nicht überzeugen. Leider fällt der Film wegen des 16er Ratings nicht sehr brutal, bzw. blutig aus und das Productplacement ist einfach zu offensichtlich: So reihen sich massenweise Nokia Handys neben Apple Pcs und IBM Thinkpads. Da der Zuschauer aber nicht einen typisch vorhersehbaren Slasher sieht, bleibt doch Platz für die ein oder andere Überraschung.

Wertung: 6 von 10




#6 - 23.11.05 - 20:30

Solange du da bist - Just like Heaven (2005)



(Übersinnlicher) Romanzenfilm, der im Großen und ganzen gut weg kommt. Aber wie so oft hat der Übersetzer des Filmtitels hat wirklich schlechte Arbeit geleistet, passte doch der Originaltitel sooo schön...;-)

Die Ärztin Elizabeth (Reese Witherspoon) fällt nach einem tragischen Autounfall in ein Koma, doch ihr "Geist" oder ihre Seele, je nach Bezeichnung, lebt aktiv weiter. Der Einzelgänger David ist der einzige, der "Lizzy" sehen kann und hat anfänglich so seine Probleme damit, bis er akzeptiert, dass die Erscheinung real ist. Noch dazu lebt Lizzy in ihrer alten Wohnung weiter, in die David frisch eingezogen ist. Wie es dann das Schicksal will, verliebt er sich in sie. Das einzige Problem ist, dass Elizabeth noch ein Geist ist und die "lebenserhaltenden Maßnahmen" der Komapatientin abgeschaltet werden sollen. Das muss David natürlich vehindern und letztendlich bekommen wir ein Happy End a la carte präsentiert.

Eigentlich ist der Film nichts wirklich Besonderes, eine Liebesgeschichte eben und dies auf einer Ebene, wie sie uns noch nicht gezeigt wurde. Trotz der widrigen Umstände klappt schließlich ja alles - obwohl die Logik der Erscheinung Geist an sich fehlt. Eine mittlere Wertung, da das Thema Koma um einen interessanten Aspekt bereichert wird und wir an einer Stelle eine echt lustige Gostbusters-Persiflage präsentiert bekommen. Ganz nebenbei find ich Reese Witherspoon auch nicht schlecht...;-)

Wertung: 5 von 10




#5 - 09.11.05 - 20:30 Uhr

Der Exorzismus von Emily Rose (2005)



Was erwartet man, wenn man einen Film sieht, der das Wort "Exorzismus" im Filmtitel trägt? Richtig, einen Horror-, bzw. Gruselfilm. Doch falsch geraten: Hier handelt es sich beileibe um keinen Horrofilm, sondern um eine sonderbare Mischung eines Gerichtsfilms und eines (Pseudo-)Gruselatmosphärenfilms.

Zum Inhalt: Die Schülerin Emily Rose - aufgewachsen in einer ländlichen, sehr religiösen Familie - bekommt ein Stipendium und kann weit ab von zu Hause studieren. Doch was passiert in Studentenwohnheimen? Die Türen klappern und man wird von Dämonen oder gar dem Teufel heimgesucht. Da lob ich mir WGs... Im weiteren Verlauf des Filmes geht es nun zum einen um den Tod derselben aufgrund eines gescheiterten Exorzismus und zum anderen um den angeklagten Pfarrer, der Emilys Tod verschuldet haben soll. Bis zum Ende des Films spinnen sich die Charaktere wilde Theorien um das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Teufelsbesessenheit zusammen und am Ende darf der Zuschauer selbst entscheiden, was er glaubt.

Leider gibt es in diesem Film nur eine gelungene Grusel/Horrorszene, ansonsten bleiben schlechte Szenen des Exorzismus (der Teufel spricht nicht gut Latein...), Langeweile treibende Gerischtsszenen und ein halb leerer Kinosaal... Ach ja, und schon gewusst, dass der Teufel immer um 03 Uhr Nachts zuschlägt und die Uhren stehen bleiben?

Wertung: 3 von 10




#4 - 02.11.05 - 23:00 Uhr (OV)

Four Brothers (2005)



Cooler Rache Film, der durch einige Action und guten Familienzusammenhalt überzeugt.

Die Mutter von vier Adoptivbrüdern (u. a. Mark Wahlberg), wird umgebracht. Diese Schandtat kann nicht ungrächt bleiben, so beschließen die Brüder, die Täter zur Strecke zu bringen. Doch löst dieser Rachefeldzug einen Strudel aus, der die vier immer tiefer in die Bandenstruktur von Detroit eindringen lässt und massig Probleme auslöst.

Knallharte Action (Verfolgungsjagd im Schnee, Schiesserei, bis das Haus auseinander fällt), interessanter Plot, gute Schauspielleistungen der meisten, so bleibt am Ende ein unterhaltsamer Actionfilm für alle, die ihre Familie mögen...

Wertung: 8 von 10




#3 - 02.11.05 - 20:30 Uhr

Hustle and Flow (2005)



Got da Flow?!
Was kommt dabei raus, wenn man einen Zuhälter, der seine Liebe zur Musik entdeckt, in ein Gangster Milieu steckt und ihn seinen großen Traum erfüllen lässt? Scheiße, genau! Tut mir leid, aber den Film brauchen wirklich nur Hip Hopper.

Zwar spielt der Protagonist (Terrence Howard) überzeugend, doch ist der Film so lahm, wie wenn alle zu viel Gras graucht hätten. Genau für eine Minute Schießerei bekommt der Film drive und man kann vergnügt zusehen, wie Streitereien im Ghetto geregelt werden.

Yo, Motherfucker Nigger wo ist dein Style? Die Wertung sollte es beantworten...

Wertung: 2 von 10




#2 - 12.10.05 - 20:30 Uhr

Ein Mann für eine Saison - Fever Pitch (2005)



Fever Pitch ist eine amüsante Liebeskomödie, die von den Verhängnissen eines Megafans mit seinem Lieblingssport und mit seiner Beziehung erzählt.

Der Lehrer Ben verliebt sich in die Geschäftsfrau Lindsay (Drew Barrymore - klasse!). Doch wird ihm sein extremes Fantum zu den Red Sox ein Problem: Wie soll man alle Spiele der Saison sehen und gleichzeitig noch eine anspruchsvolle Beziehung zu einer Freundin führen? So dreht sich der Film um die beiden Protagonisten und erfüllt jedes Liebesfilm Klischee bestens und ist so auch recht durchschaubar.

Trotzdem bleiben wir als Zuschauer gütig mit den beiden Sympathiepersonen Ben und Lindsay und freuen uns über einige echt witzige Dialoge und Situationskomik.

Wertung: 6 von 10




#1 - 28.09.05 - 20:30 Uhr

Polly Blue Eyes (2003)



Polly Blue Eyes ist ein Film, den man kaum in eine Sparte einordnen kann. Auf der einen Seite eine Art Familien, bzw. Sozialdrama, das oftmals sehr komödiantische Züge enthält und auf der anderen Seite eine Liebesgeschichte, die uns als Zuschauer irgendwie unbefriedigt lässt. Dieser enorme Themen Mix führt dazu, dass der Zuschauer sich nicht recht entscheiden kann, was der Film eigentlich bezwecken soll.

Polly wird aus dem Gefängnis entlassen und will endlich ein ordentliches Leben führen: Job - Geld - Familie. Doch wären da nicht noch ihr Vater, ihre Mutter und eine sehr spärlich bekleidete Schwester, die zusammen die perfekte Gaunerfamilie abgeben. Der Vater versucht sich vergeblich an Gaunereien und eines Tages, als er eine Imbißbude überfallen will, trifft er auf Ronny, einen sehr schmierigen Typen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, Ronny zieht die Familie - und damit auch Polly, die ja eigentlich ein rechtschaffenes Leben führen wollte - in seine kriminellen Pläne hinein. Währenddessen verleibt sich Polly in einen Polizisten und muss gleichzeitig noch die Beziehung ihrer Ex-Knast-Freundin retten. Am Ende laufen alle Handlungsstränge zusammen und enden mehr oder weniger furios, genau so, dass der Zuschauer den Kinosaal recht unbefriedigt verlässt.

So bleiben am Ende schon ein paar wirklich amüsante Stellen im Film, doch reicht das am Ende nur für einen mittelmäßige Bewertung.

Wertung: 5 von 10




Wertung: 5 von 10




#40 - 25.10.06 - 23:00

The Grudge 2 (2006)



Die Sneak Preview: Jeden Mittwoch Abend im Cinemaxx:
Kurzreviews zu allen Filmen, die ich gesehen habe...


Anmerkung zu den Bewertungen: Die Reviews sind keinesfalls als objektive Filmanalysen zu betrachten, sondern eher als subjektive Kurzeinschätzungen des Autors.

Sneak Bewertungsdurchschnitt: 5,92 von 10


#42 - 01.11.06 - 23:00

Wo ist Fred? (2006)



Unterhaltend, verzückend, lustig. Diese drei Prädikate kan ich folgendem Film der Spätvorstellung ohne Weiteres zuschreiben.

Wertung: 8 von 10




#41 - 25.10.06 - 20:30

Children Of Men (2006)



Eine filmische Zukunftsvision gab es diesmal in der Sneak - diese aber wenig innovativ und relativ lahm.

Der permanent deprimierte (und oft betrunkene) Theo lebt in einer kaputten, bal kollabierenden Welt: Im Jahre 2029 können die Frauen keine Kinder mehr bekommen und viele Städte sind zu Ghettos verkommen. Der Terror herrscht in seiner unerbittlichsten Art und Weise. Die Massenmigration wird durch Auffang- und Abschiebelager der Militärpolizei in Schach gehalten. Doch auch der Widerstand rührt sich: Aktivisten um Theos Ex-Frau beauftragen den ehemaligen Aktivisten mit einer wichtigen Aufgabe: Er soll durch seine Verbindungen Transportvisa für eine Frau erwirken und diese außer Landes eskortiern. Dabei stellt sich heraus, dass die Frau schwanger ist. Die Aktivisten wollen das Baby als Teil ihrer angestrebten Revolution instrumentalisieren. Das erkennt Theo und versucht nun im Alleingang mit etwas Hilfe eines alten Freundes (super: Althippie Michael Caine) das Kind auf ein Forschungs- und Krankenschif zu bringen.

Dieser Film hat viele gute Ansätze, die er aber nicht immer konsequent ausspielt: Gesellschaftlich wird ein sehr düsteres, wennauch sehr realistisches Bild gezeichnet. Terror, Armut und Verfall sind die bestimmenden Faktoren des Lebens. Zwar gibt es einige Aussteiger aus dem System, die es bewundernswerterweise geschafft haben sich Menschlichkeit und Würde zu bewahren. Bleibt zu hoffen, dass sich unsere Zukunft in 20 Jahren anders gestaltet. Negativ ins Gewicht fällt die kaum erklärte Vorfall der andauernden Unfruchtbarkeit der Frauen. Hier bleibt vieles im Dunkeln. Auch das Ende des Films kann nicht wirklich überzeugen. Zwar wird eine Botschaft (besonders am Anfang) transportiert, diese aber nicht bis zum Ende und zur letzten Konsequenz gebracht.

Wertung: 5 von 10




#40 - 25.10.06 - 23:00

The Grudge 2 (2006)



Spricht man in letzter Zeit sooft von der Wiederbelebung des Horror Genre, war dieser Film zu später Stunde ein herbe, aber auch vorhersehbare Enttäuschung.

Wer den ersten Teil gesehen hat, der weiß, was im zweiten Teil passieren wird (nämlich genau das gleiche) und dass er absolut nichts zu erwarten hat. Das ver"fluchte" Haus ausdem ersten Teil hat noch immer nichts seiner gruseligen Art verloren: Noch immer betreten Teenager es und haben danach schreckliche Visionen von einem bedrohlich knatterndem Kind, das sie verfolgt. Am Ende muss eben jeder dran glauben. Mehr gibt es eigentlcih auch nicht zu erzählen. Zwar wirrd mehrperspektivisch, aus Sicht verschidener Personen erzählt, ist dies aber weder aufschlussreich, noch in irgendeiner Weise sinnvoll oder bereichernd.

Das einzige was hier überzeugen kann, ist lediglich das visuelle Konzept und die Soundeffekte, welche sich konzequent durch den Film ziehen. Einige Schreckmomente, die aber schnell wieder verflogen sind und wenige wirklich gruselige Passagen bleiben im Fazit stehen. Prädikat Gurke.

Wertung: 3 von 10




#39 - 25.10.06 - 20:30 (OmU)

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan (2006)



Unglaublich, was es dieses Mal zu sehen gab: Eine aberwizig alberne Gesellschaftssatire von Sascha "Ali G." Baron Cohen.

Borat ist kasachischer TV Journalist und reist mit seinem Vorgesetzten Asamat in die "US and A" um dort eine Reportage über die Lebensart der westlichen Kultur zu drehen. Nachdem er sein Dorf in Kasachstan, sowie seine antisemitische und frauenfeindliche Attitüde in bester Manier vorgestellt hat, setzt der Film in Übersee fort. Dort ist Borat bemüht, alle gesellschaftsmitglieder vom Minister, Auto- und Waffenverkäufer bis zum kreationistischen Priester auf seine ganz eigene Art zu interviewen und ihnen "die" amerikanische Lebensweise zu entlocken. Doch nicht ales läuft wie geplant: Borat verliebt sich in Pamela Anderson, nachdem er sie in einer Folge von "Baywatch"
gesehen hat und will sie an der weit entfernten Ostküste treffen.

Auf seiner Reise quer durch die Vereinigten Staaten interviewt Borat viele Menschen aus verschiedenen Landesteilen und Gesellschafts-, sowie Altersgruppen. Was diese an entlarvender Wahrheit ausstrahlen ist teilweise unglaublich, oft witzig, aber manchmal auch ernst und nicht mehr zum Lachen. Ohne zu viel zu verraten, kann man sagen, dass es sich hier um eine 1A Gesellschaftssatire der USA handelt, aber eine, die nicht wie ein Moore todernst bleibt, sondern ganz im Gegenteil wirklich witzig ist. Neben den kritischen und entlarvenden Momenten gibt es auch genügend sinnfreie und niveaulose Szenen, die so den ein oder anderen Tabubruch zu bieten haben. Diese Abwechslung macht viel des Charme dieses Filmes aus.

Wer also einen wirklich lustigen Film mit einer gehörigen Portion Satire und alberner Blödelei erleben will, dem sei dieser Film hier wärmstens empfohlen!

Wertung: 9 von 10




#38 - 18.10.06 - 20:30

Ein Freund von mir (2006)



Irgendwie kann ich ja nicht verstehen, dass regelmäßig ein Raunen durch den Kinosaal geht, wenn im Vorspann ersichtlich wird, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Meistens sind das nämlich grundsolide Filmwerke - wie auch bei diesem hier.

Karl ist ein introvertierter und schüchterner Diplom-Mathmatiker, der seinen ersten Job in einer Versicherung bekommt. Dort entwirft er ein Programm, für das er sogar mit einem Preis geehrt wird. Doch nun verlangt sein Chef Seltsames von ihm: Karl soll für einen Tag sozusagen undercover bei einem Mitwagenbetreiber am Flughafen arbeiten, um über eventuelle Risiken informieren zu können, die bei einer Versicherung auftreten könnten. Dort angekommen lernt er schnell den kontaktfreudigen Hans kennen. Dieser ist ein ganz andere Typ, wie Karl. Er ist draufgängerisch, albern und schräg. Doch als sich zwischen den beiden doch eine Art Freundschaft herausbildet, beschließt Karl seinen Undercover-Auftrag fortzusetzen. Anfangs erzählt er Hans natürlich nichts von seinem echten Job. Bis es eines Tages dann doch zur Auflösung kommt: Karl erzählt Hans alles und erklärt deren Freundschaft als nichtig. Doch langsam zeigt sich Reue bei Karl...

Dieser Film zeigt eine wunderbare Freundschaft, wie sie entsteht, was sie beinhaltet und wie sie zerbrechen kann. Aber auch Loyalität wird thematisiert, sei es dass es die Freundschaft als solche, oder auch Frauen angeht. Daniel Brühl spielt klasse und bringt uns den kühl berschnenden Mathematiker vor Augen, genauso wie Jürgen Vogel es raus hat, den Draufgänger zu mimen. Den Film über darf man noch ganz nebenbei richtig tolle Autos bestaunen.
Das einzige, was hier stört, ist dass die Identifizierung mit beiden Charaktern ob ihrer starken und "unnormalen" Züge sehr schwer fällt. Manchmal wirken die beiden auch etwas konstruiert. Nichtsdestotrotz ein guter deutscher Film, der für mich fast geanauso empfehelenswert ist, wie "Elementarteilchen".

Wertung: 7 von 10




#37 - 11.10.06 - 20:30

Snow Cake (2005)



Diesmal gabs einen Film mit Sigourney Weaver, aber ohne Aliens... Dafür aber ein Drama über eine Autistin.

Alexkommt nach Kanada um seine Ex-Frau zu besuchen. Auf dem Weg dorthin nimmt er die junge Tramperin Vivienne mit. Bei einer schweren Kollision mit einem Lastwagen stirbt sie. Alex hat schwere Schuldgefühle und macht Viviennes Mutter ausfindig. Diese jedoch ist Autistin, was den Umgang und die Kommunikation mit ihr nicht einfach macht. Alex beschließt Linda bis zur Hochzeit zu unterstützen. Nebenbei lernt er auch noch die nette Nachbarin Maggie kennen.

Solide Schauspiellestungen von Rickman und Carrie-Ann Moss, die es verstehen, uns ihre Situation und Beziehung glaubhaft und realistisch zu machen. Besonders Sigorney Weaver spielt sehr auten(tis)thisch! Ansonsten haben wir es mit einem packenden Drama zu tun, das sich viel mit der Thematik Tod, Trauer, Schuld und Sühne beschäftigt.

Mich persönlich sprach das Gesamtambiente nicht zu sehr an, auch die Thematik Autismus (wie hier inszeniert) fand ich nicht so interessant. Trotz ein paar Längen, gibt es durchaus einige Szenen und Momente, die klasse getroffen sind.

Wertung: 7 von 10




#36 - 04.10.06 - 20:30

DOA: Dead or Alive (2006)



Trash in der Sneak. Trotzdem zum kaputtlachen und Garant für klasse Stimmung.

Vier gut aussehende Mädels (darunte Devon Aoki und Holly Valance) in ganz knappen Outfits treten zum Kampf-Contest der Superlative an. Das DOA lädt die besten ihrer Klasse zum Kampf gegeneinander auf eine Insel. Dem Gewinner winken 10 Mio. Dollar Preisgeld. Aber nur bei den Fights bleibt es nicht, hat doch der Organisator teuflisches vor...

Trash vom Feinsten. Gleich schon die erste Szene eröffnet ein wahres Feuerwerk an überstylter Optik und Stunts, die einem das Lachen ins Gesicht zwingen. Sinnfrei und nebensächlich bleibt die Story den ganzen Film über. Hier interessiert nur eins: Fights, viel nackte Haut und Fights! Die Kämpfe sind zwar relativ eintönig und ohne ein Tröpfchen Blut, aber trozdem recht unterhaltsam. Die Optik ist aus einem Guß und präsentiert sich animiert wie das Konsolen Spiel.
Klar, die Handlung ist dämlich, aber durch viele trashige Comedy und sexy Schauspielerinnen garantiert der Film sinnfreie Unterhaltung.

Wertung: 8 von 10




#35 - 20.09.06 - 20:30

Der tierisch verrückte Bauernhof - Barnyard (2006)



Oh mein Gott! War das aber ein langweiliger Animationsfilm. Nicht einaml für Kinder zu empfehlen.

Die Tiere auf dem Bauernhof veranstalten hinter dem Rücken des Bauers Partys in der Scheune. Die männliche? Kuh mit Euter Ben sorgt sich aber trotzdem um die Sicherheit. Als dieser aber bei einem Koyotenangriff stirbt, muss sein Sohn seine Nachfolge antreten. Dieser aber ist noch mehr Kind als Mann und findet sich in seiner neuen Position so gar nicht zurecht...

Was sich nach einer bescheurt klischeehaften Story anhört, ist sie auch. Vorhersehbar bis zum Schluss. ABer hier können nicht einmal die Animationen die Handlung kompensieren. Die Kühe (männlich, mit Euter wohlgemerkt!) sehen aus wie Plastik. Auch sonst sind die Tiere recht lieblos und viel zu undifferenziert dargestellt. Auch für Kinder nicht zu empfehlen, die teils sehr hektisch, absolut nivaeulose Musik sollte nur Nickelodeon Kids vorbehalten sein. Ein paar mittelmäßge Gags hier und da verhindern das Verlassen des Kinosaals und die niedrigste Wertung!

Wertung: 2 von 10




#34 - 13.09.06 - 20:30

Ich, du und der Andere - You, me and Dupree (2006)



Nach einer solch langen Phase guter Filme musste einfach wieder mal was Mittelmäßiges an der Reihe sein.

Molly und Carl heiraten. Nur der Trauzeuge Dupree macht ihnen einen Strich durch die lang ersehnte Zweisamkeit. Ohne Job und Wohnsitz steht er eines Tages vor der Tür und wil bei dem frisch vermählten Paar wohnen. Duprees chaotische Art verwandelt die Beziehung von Molly und Carl aber zunehmendst in ein Desaster. Carl entfernt sich immr mehr von seiner Geliebten, hat er doch auch noch Probleme mit seinem Schwiegervater, seinem gleichzeitigen Arbeitgeber. Dass am Ende doch wieder alles gut wird, brauche ich wohl niemandem zu verraten.

Die Story ist alt und bietet nicht viel Neues. Die Schauspieler machen ihre Sache OK, wenn auch nur oberflächig. Alles in allem ein unterhaltsames Filmchen, aber nicht mehr. Owen Wilson als Dupree heimst alle der gar nicht so knapp geratenen Lacher ein und bringt den Film damit doch noch einmal auf Mittelmaß. "Find your -ness!"

Wertung: 5 von 10




#33 - 06.09.06 - 20:30

Brick (2005)



Bei dieser Sneak wird wohl nicht jeder zufrieden gewesen sein. Die stillen Genießer jedoch schon.

Brendan ist an seiner Schule der Außenseiter schlechthin. Niemand kennt ihn, niemand will ihn kennenlernen. Eines Tages ruft ihn seine Ex-Freundin Emily an und bettelt verstört um Hilfe. Nach einem Treffen mit ihr wird ihm klar: Irgendwas stimmt da nicht. So macht er sich mit seinem Kumpel The Brain im Rücken auf die Suche nach Gründen und "der Wahrheit". Als er Emily tot auffindet, packt ihn der feste Wille, alles über deren Elend zu erfahren. Im tiefen Drogensumpf und vertrackten Gefüge der Kleinstadt wühlt Brendan solange, bis er wirklch herausgefunden hat, warum seine Feundin starb.

Klasse, der Film Noir ist zurück. Beklemmend eintönig, aber kontrastreich werden hier die großen sozialen Probleme einfach ins Kleine verlagert. Nichtsdestotrotz packt dieses Drama ungemein. Brendan als mürrischer, aber sehr klar denkender Dedektiv entführt uns in eine Welt des Abgründigen. Was er auf seinem Weg finden wird, ist nicht vorhersehbar und relativ komplex verstrickt. Toller Independant Film, bei dem man auch bei der zweiter Sichtung sicherlich noch einiges zu erwarten hat!

Wertung: 8 von 10




#32 - 30.08.06 - 23:00

Cars (2006)



Die Latte für den Animationsfilm wird hochgesteckt! Hier bekommen wir 1A Kino geboten!

Lightning McQueen ist der Superstar der Rennsaison. Aber auf dem Weg zu seinem nächsten Rennen geht er verloren und findet sich in der Einöde Radiator Springs" wieder, wo er erstmal ein richties Chaos anrichtet. Er muss nun den Schaden wiedergutmachen und die Straße neu teeren. Was ihm anfangs noch als schreckliche Last das Leben schwer macht, rückt immer weiter in den Hintergrund, als er die liebevollen Stadtbewohner erst einmal richtig kennenlernt.

Diesen Film kann man auch getrost im Nicht-Kindesalter genießen. Allein schon die wirklich gelungene und technisch höchst anspruchsvollen Animationen lassen den Film gefallen. Die Story ist zwar nichts Besonderes, langweilt aber auch nicht. Unterm Srich bleibt ein klasse Animationsfilm, der für mich auf jeden Fall in der "Monster-AG"-Liga mithalten kann.

Erwähnenswert ist sicher auch der sehr gelungene Kurzfilm "One Man Band", der vor dem eigentlichen Film gezeigt wurde.

Wertung: 8 von 10




#31 - 30.08.06 - 20:30

Glück in kleinen Dosen - The Chumscrubber (2005)



Gesellschaftssatire über das Leben in der typischen amerikanischen Vorstadt.

Deans bester Kumpel Troy begeht Selbstmord. Er belieferte die ganze Stadt mit chemischen Drogen. Aus diesem Grund wird nun Dean, die einzigste Person, die Troy nahe stand, gezwungen weiterhin Drogen zu liefern. Als Mittel des Nachdrucks will Billy Deans Bruder entführen, aber kidnappt aus Versehen einen völlig falschen Jungen. Die Mutter des verstorbenen Troy hat mit ihrer trauer zu kämpfen, wobei die Nachbarsfrau, die nicht merkt, dass ihr Kind entführt wurde nur die Hochzeit mit dem Bürgermeister im Sinn hat.

Die Handlung des FIlms ist nicht ganz einfach zu beschreiben. Sagen wir, das Leben einer beliebig austauschbaren Vorstadt in Amerika wird aus der Sicht eines Teenagers belauchtet. Hierbei decken sich massenhaft moralische Abgründe, Intrigen, Beziehungsprobleme und viele andere Missstände auf, an denen die amerikanische Gesellschaft - besonders in den gut situierten Vorstädten - krankt. Hierbei geht es auch nicht unlustig zu, denn schließlich haben wir hier eine Staire vorliegen. Etwas unkonventionell, manchmal etwas abgedreht, letzendlich aber ein guter Film mit einer gehörigen Prise amerikanischer Sozialkritik.

Wertung: 7 von 10




#30 - 23.08.06 - 20:30

Thank you for Smoking (2005)



Hier will wohl jemand in die erst kürzlich gestampften Fußstapfen des genialen "Lord of War" treten. Dass dies schwer werden dürfte, muss klar sein...

Nick Naylor ist ein eloquenter Lobbyist der Zigarettenindustrie. Er vertritt die Tabakkonzerne in allen Belangen nach außen hin, kümmert sich um Schweigegelder und muss natürlich eines tun: Das Rauchen verharmlosen. Als er aber gegen den Senator und seine Anti-Rauch Kampagne, die jede Zigarettenschachtel mit Totenkopf mblem versehen will, antreten soll, da fangen die Probleme an. Auch privat läuft nicht alles glatt. sodass auch der schneidige PR Mann nicht mehr alles im Griff behält.

Ein Thema, das eigentlich der größten Ernsthaftigkeit bedarf, wird hier mal anders angepackt. Auf die satirisch humoristische Weise. Viele Witze ergeben sich daraus zwangsläufig. Dieser originelle Einblick in das Lobby-Leben kann durchaus sehr amüsant sein. Das einzige was etwas stört, dass der keine wirklich konsequent kritische Message geliefert wird. Gegen Ende wird doch wieder relativiert und man weiß nicht, was man jetzt vom "bösen" Lobbyisten oder gar dem Rauchen halten soll. Trotzdem sehr lustig und sehr satirisch, wenn auch nicht zynisch veranlagter Film.

Wertung: 8 von 10




#29 - 16.08.06 - 20:30

Snow White (2005)



Schneewittchen mal anders. Dramatisch versucht gesellschaftskritisch.

Paco verliebt sich in Nico. Diese ist ein reiches High Society Girl, er hingegen französischer Bandleader aus ärmlichen Verhältnissen. Um die Beziehung aufrecht zu erhalten lügt Nico den idealistischen schwarz/weiß Weltbildler Paco an und täuscht vor, nicht das reiche, verzogene koksende Girlie zu sein. Doch lange kann das natürlich nicht funktionieren, so steigt Nico immer weiter ab, kokst immer mehr, prostituiert sich und landet letztendlich ganz unten.

Nungut, die Ansätze der Geschichte finde ich nicht uninteressant. Wer will nicht einmal einen Blick in ein unbekanntes Milieu werfen? Der Film will realistisch sein, schafft dies aber selten. Sozialkritisch ist er keineswegs, da oftmals zu aufgesetzt. Oft wiederholen sich Handlungsschemata der Figuren. Trotzdem schaffte es der Film mich zu unterhalten, wohl auch die schöne Julie Fournier, aber nicht nur ;-) Entertainment will der Film zwar nicht sein, doch alles andere verfehlt er. Deswegen angucken und nicht zuviel erwarten...

Wertung: 6 von 10




#28 - 09.08. - 20:30

Die Könige der Nutzholzgewinnung (2006)



"I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day"

An diese berühmte Liedzeile aus dem Lumberjack Sketch von Monty Python musste ich denken, als ich den Titel dieses Filmes sah. Dass es dabei nicht ganz unlustig und normal zugehen werde, war mir ab diesem Punkt klar.

Die ganze Geschichte spielt in einem kleinen Örtchen im Harz, das passend "Wipfel" heißt. Krischan (Bjarne Ingmar Mädel) kehrt nach 12 Jahren Abwesenheit zurück in sein Heimatdorf und will seine ehemalige Freundin und auch seine Freunde wiedersehen. Doch fast hätte er vergessen, dass er seine zwei Kumpels Ronnie und Bert mit hohen Schulden an einer Imbißbude hat sitzen lassen. Auch seine Ex-Freundin Ellen will nichts mehr von ihm wissen, noch dazu hat sie einen Sohn, der von Krischan stammt. Es kommt wie es kommen und muss und Krischan erfährt von seinem Sohn und versucht ihn kennenzulernen. Soviel zum Nebenplot.
Da Krischan das Geld, welches er seinen Kumpels schuldet gerne zurückzahlen will und gleichzeitig auch selbst noch mal "auf die Schnelle" Geld verdienen will, lässt er sich etwas einfalen: In Wipfel sollen Lumberjack-Games wie in Kanada stattfinden.

Bjarne Ingmar Mädel, bekannt aus der TV-Comedy "Stromberg" gibt hier eine wirklich gute Figur als notorischer Lügner und Drückeberger Krischan ab. Oftmals kommt er aber mit seiner Art kaum aus der "Ernie" Rolle heraus. An diesem tragikomischen Film gefallen besonders zwei Dinge: Zum einen der wahre Hintergrund der sozialen Schwierigkeiten in der ehemaligen Ostzone. Marode Dörfchen, die in Resignation und Arbeitslosigkeit versinken. Auf der anderen Seite der ntürliche Witz und Charme, der von dieser deutschen Produktion ausgeht und diese auszeichnet.
Zu einem richtig gutem Film reicht es dann aber doch nicht, weil er sich wieder mal nicht entscheiden kann. Er ist keine realistische Sozialstudie des Ostens, aber auch keine reine Komödie. Abgesehen vom doch etwas zu stereotypen Ende, kann man sich diesen Film getrost anschauen.

Wertung: 7 von 10




#27 - 26.07.06 - 20:30

Bandidas (2006)



Wild Wild West mit Frauen? Ob das was werden kann? Nein, wohl eher nicht. Außer man würdigt den voyeurisitischen Aspekt... ;-)

Maria (Penélope Cruz) und Sara (Salma Hayek) sind zwei sehr verschiedene Typen von Frau, die jedoch das gleiche Schicksal ereilt. Beider Väter werden vom skrupellosen Jackson ermordet. Dieser versucht sich alle Grundstücke der Mexikaner für eine Eisenbahntrasse zu ergaunern, wobei ihm jedes Mittel recht ist. So hat er aber die Rechnung ohne die beiden "Power"-Frauen Maria und Sara gemacht, die natürlich versuchen ihre Landsleutte und deren Besitztum zu retten.

Naja, die Story klingt ja nicht sehr ausgefallen. Der Lösungsansatz des Problems, nämlich der Bankraub, bleibt den Film über so oder so wenig logisch und schlüssig. Irgendwie meint man jede Szene schon mal irgendwo gesehen zu haben. Originalität sieht anders aus. Das einzige was diesen Film vor dem Totalausfall bewahrt, sind die Körper der beiden Hauptdarstellerinnen. So ist der Regisseur jede Szene aufs Neue bedacht - vulgär ausgedrückt - die Titten und den Arsch von Penélope oder Salma möglichst nah und mittig ins Bild zu rücken. Auch finden wir vielleicht ein oder zwei wirklich witzige Einstellungen, aber insgesamt, bleibt ein sehr fahles Ergebnis. Pralle Einblicke gibts nämlich auch woanders...

Wertung: 4 von 10




#26 - 12.07.06 - 20:30

Open Water 2 - Adrift (2006)



Aua, soviel Dummheit tut weh! Das ist das erste, was mir zu dieser wirklich untergründigen Sneak Preview einfällt!

Langjährige Freunde wollen zusammen auf dem Boot - nein warte, der Yacht - des reichen Macho Dan einen Segeltörn unternehmen. Dummerweise vergessen alle beim Baden auf hoher See, die normale Einstiegsleiter zum Boot herauszufahren. Ohne diese ist es (bis zum Ende des Films;-) nicht möglich, wieder auf das Boot - ach was sag ich, die Yacht zurückukommen. Nun beginnt der bittere Kampf ums überleben, bei dem es einige Tote geben wird...

Also nichts gegen die Ausgangssituaton des Ganzen. Diese finde ich nämlich nach wie vor schrecklich beängstigend. Die Umsetzung ist hier jedoch absolut schlecht. Zwar kommt anfangs wirklich eine Art von Panik auf, die sich jedoch nicht langre halten kann. Die Charaktere sind alle so blöde dumm und bringen sich praktisch selber um. Findige Ideen sind hier Fehl am Platz. Nur ganz zum Ende dann die Auflösung, die aber immer schon möglich gewese wäre - auch ohne Tote.
Uninteressanter Low-Budget Film, der auf ganzer Linie nicht überzeugen kann und insgesamt viel zu dümmlich wirkt.

Wertung: 2 von 10




#25 - 05.07.06 - 20:30

Born To Fight (2004)



Ein absolut trashiger thailändischer Martial Arts in der Sneak - das konnte nur ein Spass werden...

Der Cop Daew verliert seinen Partner bei der Festnahme eines viel gesuchten Drogenbosses. Jahre später besucht er ein Dorf mit dem Sportverein seiner Schwester, um dort Hilfsgüter zu verteilen. Doch das Dorf wird von - wohl kommunistischen ;-) - Rebellen auf Brutalste überfallen. Die Terroristen nehmen die Dorfbewohner als Geisel und drohen dem Ministerpräsidenten von Thailand mit dem Abschuss einer Atombombe auf Bangkok. Nunja, der Cop kann sich erst einmal verstecken und versucht jetzt zusammen mit den Dorfbewohnern und den Sportlern das Dorf aus den Klauen der Terroristen zu befreien.

Wow, lange nicht so was geiles gesehen. Was man bei diesem Film an Lachern - oftmals unfreiwilliger Art - geboten bekommt, sieht man in nur wenigen Komödien. Gerade als Zuschauer der westlichen Hemisphäre, macht es Spaß, bei diesem oft zu naiv patriotischen Kampffilm zuzuschauen. Auch mit geballter Action geizt "Born To Fight" nicht, allein der actionlastigste Showdown seit Hard Boiled dauert geschätzte 45 Minuten. Wer sein Hirn abschalten kann, nicht zu kritisch hinschaut/hinhört und auf brutale Abtion und Kampfkunst steht, der wird einen heiden Spass haben!

Wertung: 8 von 10




#24 - 26.04.06 - 20:30

Tristan und Isolde (2006)



Historienromanze im Anmarsch - Vorsicht, dass könnte langweilig werden!

Tristan verliert früh seine Eltern, die bei einem Überfall der Iren auf sein britannisches Dorf ermordet werden. Als er erwachsen ist überfällt er einen irischen Gefangenentransport, wird dabei aber von einem Giftpfeil (schein)tödlich verletzt. Wie ein König wird er in einem Boot beigesetzt, strandet an der nahe liegenden irischen Küste und wird von der Prinzessin Isolde aufgefunden. Diese pflegt ihn gesund und die Romanze kann beginnen. Natürlich kann das ganze nicht funktionieren: Briten und Iren hassen sich ja. Dramatisch wird es dan noch zu Ende, wer hätte es gedacht: Tristan stirbt bei der finalen Schlacht.

Naja, viel zu bieten hat dieser Film wirklich nicht. Den halben Film kann man Getrost in die Tonne kloppen, die andere Hälfte ist teils herzerwärmende Romantik und Schlachten gegen die Iren. Wen es von der Thematik her interessiert, der mag sichs anschauen. Frauen vielleicht auch. Ich aber nicht.

Wertung: 5 von 10




#23 - 19.04.06 - 20:30

Tsotsi (2005)



Mal was anderes in der Sneak: Ein südafrikanisches Gangsterdrama a la City Of God.

Tsotsi ist ein kleines Licht im Gangster Milieu von Johannesburg. Abends geht er mit deinen Kumpanen auf Beutezug und überfällt Geschäftsmänner. Als er im Alleingang im Reichenviertel ein Auto klaut, bemerkt er, dass er ein Baby auf dem Rücksitz sitzen hat. Nun muss er sich entscheiden, was er mit dem Kind tun will. Tsotsi nimmte es mit und versorgt es. Als er das Baby aber wieder seinen Elter übergeben will, endet dies in seiner Festnahme.

Auf unkonventionelle und nicht mainstreamartige Erzählwiese bekommen wir hier ein solides Drama gezeigt. Der Kontakt mit dem kleinen Baby weckt in dem emotionslosen Gangster Tsotsi Moralität und lässt ihn an Gesellschaftlichkeit gewinnen. Auch seine schwere Kindheit wird thematisiert, die vielleicht als Begründung seiner Handlungen stehen mag, was aber uns als Zuschauer in seiner Bwertung selbst überlassen wird. Manche Einstellungen geraten leider etwas zu lange trotzdem haben wir einen guten Film, wenn auch kein Ghetto Meisterwerk wie seinen großen Bruder City Of God gesehen.

Wertung: 7 von 10




#22 - 12.04.06 - 20:30

Brotherhood - Taegukgi (2004)



Wenn man schon zwei Wochen vorher geraten bekommt, diese Sneak zu besuchen, konnte man auch schon im Vorfeld gespannt sein. Letztendlich stellte sich dieser 22. Sneakbesuch als filmisch bester dar.

Die südkoreanischen Brüder Jin-Tae und Jin-Seok werden bei Ausbruch des Koreakrieges in die Armee eingezogen und müssen an die Front. Der ältere Bruder Jin-Tae versucht seinen herzkranken Bruder vor allen Gefahren zu schützen, begibt sich dadurch aber selbst in halsbrecherische Manöver und avanciert zum Medaillen gekrönten Kompaniechef. Die starke persönliche Veränderung von Jin-Tae treibt die Brüder immer weiter auseinander, was in einer Tragödie endet.

Dieser Film ist in eine Rahmenhandlung eingebettet, die uns das Schicksal der Brüder gerade in den letzten Minuten des Films nahe bringt: Der überlebende Bruder erinnert sich als Rentner an den Krieg zurück und findet die sterblichen Überreste seines Bruders am Ausgrabungsort des ehemaligen Schlachtfeldes.
Das wir es mit einem Kriegsfilm zu tun haben, muss klar sein. Alle anderen Betrachtungsweisen würden dem Film ansonsten nicht gerecht werden. So bekommen wir die Schrecklichkeit des Krieges, verbunden mit den menschlichen Schicksalen auf tragischste und krasseste Weise vorgeführt. Mitreißend und zerreißend gespielt, wird dem Zuschauer ein "shell-shock" nach dem anderen verpasst. Auf seine ganz eigene, aber auch sehr brutale und kampflastige Weise wird dem Zuschauer der Schrecken des (Front-)Krieges zu Gemüte führt. Bester gesehener Sneak Film.

Wertung: 9 von 10




#21 - 05.04.06 - 20:30

The Big White (2005)



Diese schwarze Komödie wurde uns als glatter Einser Kandidat angekündigt. Zumindest für mich hat er diese Erwartungen nicht erfüllt.

Paul hat ein kleines Reisbüro ind der eisigen Wüste Kanadas. Eines Tages findet er in einem Müllcontainer eine Leiche, die ihm gar nicht schlecht in den Kram passt: Sein Bruder wird seit 5 Jahren vermisst und Paul würde seine Lebensversicherungsprämie nur zu gern einstreichen. Immerhin handelt es sich um 1 Million Dollar. So versucht er die Leiche in einen Unfall verwickelt, als seinen Bruder auszugeben. Dies funktioniert auch recht gut, doch hat er die Rechnung ohne den Versicherungsagenten und zwei Kriminelle gemacht, die schon eigene Pläne mit der Leiche hatten.

Besonders Robin Williams sticht mit seiner Bühnenpräsenz hervor. Auch seine Frau, die schimpfend und fluchend vom Tourrette Syndrom geplagt, durch das Bild hüpft, ist für einige Lacher gut. Auch die sehr schwarzhumorige Story müsste eigentlich gefallen, doch irgendetwas fehlt. Vielleicht ist auch die Überstzung schuld, die, wie ich denke, diesem Film einiges an Dialogwitz nimmt. Vieleicht ist es das wirklich absurde Ende, das fehlt. Trotz allem wird man gut unterhalten, doch von der wirklich bitterbösen tiefschwarzen Komödie sind wir hier weit entfernt.

Wertung: 6 von 10




#20 - 29.03.06 - 20:30

Paparazzi (2004)



Obwohl dieser Actionfilm von Kritikern regelrecht zerrissen wurde, fand ich ihn unterhaltsam und kurzweilig.

Bo ist aufstrebender Actionstar in Hollywood. Mit seiner Frau und seinem Sohn beziht er eine neue Villa. Doch das Familienglück währt nicht lange, da Bo duch seine neuerliche Popularität das Opfer skrupelloser Paparazzis wird. Nachdem die unbeholfenen Schlagfertigkeiten von Bo die Probleme nicht lösen, gehen die Paparazzis soweit, dass sie einen Autounfall provozieren, bei dem Bos kleiner Sohn ins Koma fällt. Nun sinnt er auf Rache für seine Familie.

Ok, zugegeben, die Story hört sich doch recht klischeehaft an. Trotz allem fand ich mich ihm Kino recht gut unterhalten. Natürlich gab es Szenen, die etwas überzogen und realitätsfern wirken, aber welcher Action Film hat das nicht? Lediglich etwas fehlender Tiegang mangels schauspielerischer Leistung kann man dem Film vorhalten. Ansonsten macht es - einem nicht zu kritischen Auge - Spass, bei Bos Rachefeldzug mitzufiebern.
Trotz des oft titulieten B-Movie Status, der vielleicht nicht ganz unbegründet ist, bekommt dieser Film für seine Unterhaltsam- und Kurzweiligkeit eine gute Wertung.

Wertung: 7 von 10




#19 - 22.03.06 - 20:30

Kifferwahn - Reefer Madness (2005)



Ein Musicalfilm in der Sneak, mal was neues. Aber polarisierend. So sehr, dass am Ende der Vorstellung nur noch knapp die Hälfte des Publikums anwesend war. Die andere Hälfte klatschte Beifall...

Vorweg muss erwähnt werden, dass dieser Film eine Parodie auf einen Propagandafilm (Tell Your Children, 1938) gegen Marijuana des 30 Jahre Amerikas darstellt.
Eine Provinzschule lädt zum Informationsabend. Dort wird ein Film gezeigt, der die Eltern über de immensen Gefahren von Marijuana aufklären soll. Der Film, der gezeigt wird handelt von Jimmy, der sich in Mary Lane verliebt. Doch kommt er zum Marijuana Konsum und ersinkt langsam abr sicher in seiner "Dunstträumen". Letzen Endes wird er verhaftet, Mary Lane umgebracht zu haben, obwohl sein Drogen Dealer die Tat beging. Am Ende gibt es sogar noch eine Zombie Schlacht, die in bester Splatter Manier daherkommt.

So skurril, wie sich die Handlung anört, ist sie auch! Von einem Song in den nächsten, von einer absurden Szene in eine noch viel absurdere. Die Songs sind sehr eingängig, entsprechen dem sehr satirischen Ton des Filmes und bieten Kurzweile. Besonder der Anfangstitel "Reefer Madness" ist ein echter Ohrwurm. Aber außer der vielen Musik und einigen, dann aber doch recht lustigen Szenen, hat der Film nicht viel zu bieten. Mitunter wird er nur durch seine übertriebene Skurilität witzig. Obwohl Jesus Superstar echt zum kranklachen ist.

Im Resumee: Ein lustiger Musicalfilm übers Kiffen. Menschen in erwähnten Zustande und Sympathisanten von Musikfilmen wird der Film sicherlich gefallen. Alle anderen werden nicht so überzeugt sein, oder gar das Kino verlasssen...

Wertung: 6 von 10




#18 - 01.03.06 - 23:00

Knallhart (2006)



Die späte Sneak: Garant für Geheimtipps und etwas andere Filme. Keines von beiden gabs hier zu sehen, sondern ein "knallhartes" deutsches Großstadtdrama.

Michael muss mit seiner Mutter aus dem reichen Zehlendorf in Berlin in ein Armenviertel umziehen, weil ihr Freund (genial: Jan Henrik Stahlberg) sie nicht mehr attraktiv findet. So hat Michael in der neuen Schule und in dem Migrantenmilieu keinen leichten Start. Er wird von der "Erol" Gang verprügelt und muss Schutzgeld zahlen. Da sich seine gänzlich überforderte Mutter (Jenny Elvers) sich kaum um ihn kümmert und mehr ihre Freunde im Kopf hat, als ihren Sohn, gerät Michael schnell in dubiose Kreise. Er wird Drogenkurier für Hamal und bekommt letztlich seine Chance der Rache in einem wirklich KNALL-harten Ende...

Das ist mal ein wirklich heftiger Film. Ein Drama, wie es im Buche steht, mitreißend und heftigste Emotionen auslösend. Die Szenen, in denen Michael von einer Ausländergruppe misshandlt und verprügelt wird, sind dermaßen authentisch dargestellt, dass man am liebsten in den Kinosessel vor einem schlagen will. Aber genau so passiert es täglich auf Großstadts Straßen. Die vielen sozialen Abgründe, die sich hier auftun, sind keineswegs Klischees, sondern leider harte Realität, die täglich stattfindet. Kleinere Mankos gibt es dennoch zu verbuchen: Warum vergisst man einfach die angehende Liebesbeziehung von Michael und deren weiblichen Part? Auch manch ein Dialog mit Elvers erscheint ein wenig stümperhaft.
Ansonsten aber packend, mitreißend und "knallhart"!!

Wertung: 8 von 10




#17 - 01.03.06 - 20:30

Noch Einmal Ferien - Last Holiday (2006)



Seichte Sneak Unterhaltung wurde angekündigt und erfüllte sich auch voll und ganz. Eine Tragikkomödie, die mit einem "Happier than Happy, alle sind versöhnt Happy End" aufwarten kann...

Georgia Birds ist eine unsichere Kaufhausangestellte, die immer davon träumt, aus ihrem Leben "mehr" zu machen. Heimlich hegt sie eine Zuneigung zu einem ihrer Arbeitskollegen. Als sie aber eines Tages einen Gehirntumor im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert bekommt, verändert sich alles: Georgia kündigt alle ihre finanziellen Rücklagen und lässt sie sich ausbezahlen, um in einem tschechischen Luxushotel "noch einmal Ferien" zu machen. Dort findet sie quasi zu einer neuen Persönlichkeit, sie bekommt Bewunderung von allen Seiten ausgesprochen und ist selbstsicher wie nie. Der Konzernchef ihres Kaufhauses macht auch Urlaub in diesem Hotel, auch diesen bösartigen Kapitalisten kann sie "humanisieren". Letztzendlich stellt sich heraus, dass ihr eine Fehldiagnose gestellt wurde und alle sind glücklich!

Seichte Unterhaltung mit einigem Witz. Das ist die Idealvorstellung des Sneak Films fürs Mainstream Publikum. Die Schauspieler passen gut, Gerard Depardieu kann in einer Nebenrolle überzeugen, aber alles scheint hier doch zu gekünstelt. Die Tragik in diesem Film scheint nur stellenweise wirklich authentisch, ansonsten entpuoppt sich der Film zu einem "Verwirkliche dich selbst" Klischee, das beileibe nicht das einzige in diesem Film bleiben soll.
Nichts besonderes, trotzdem unterhaltsam mit einem Happiest End, so bekommt der Film eine mittlere Wertung.

Wertung: 5 von 10




#16 - 22.02.06 - 20:30

Handbuch der Liebe - Manuale d’Amore (2005)



Schlechte Kritiken im Vorfeld bekam dieser italienische romantische Episodenfilm. Prädikat: Einmal gesehen, schnell vergessen. Zum Glück.

Der Film besteht aus drei Handlungen, bzw. Episoden, die am Ende nicht tarantinoesk kulminieren, sondern nur seicht zusammengeführt werden. Die drei Episoden sind "sich verlieben", "sich auseinanderleben", sowie "betrogen werden".

Soweit so gut, nur leider kann keine der drei Episoden das romantische Flair vermitteln, welches Liebe wirklich bedeutet. Lediglich einige Teile des ersten Episode beschreiben das Verliebtsein treffend und witzig und auch der letzte Teil hat etwas Besonderes, das anklingen lässt, was Liebe wirklich ist, bzw. sein mag. Der Rest in der Mitte des Films ist eher langweilend und wenig interessant. So bleibt der Film nur ein Annäherungsversuch an das Thema Liebe, der aber an seiner deutlich zu langen Laufzeit, vielen anderen Aspekten, sowie an seiner einfach nicht überzeugenden Art scheitert.

Wertung: 4 von 10




#15 - 15.02.06 - 20:30

Elementarteilchen (2006)



Ein deutscher Film in der Sneak, das war bis jetzt nicht immer bezeichnend für einen gelungenen Abend. Diesmal aber anders: Dieser Film läutet zwar keine neue Ära des deutschen Films ein, kann aber trotzdem überzeugen - Trotz des miserablen Filmplakats.

Die beiden Halbbrüder Michael und Bruno könnten verschiedener nicht sein: Der eine introvertierter Molekularbiologe, der andere psychisch kranker Deutsch Lehrer. Michael will seine Klonforschungen in Irland wieder aufnehmen, Bruno gibt seinen Job als Lehrer auf, weil er den weiblichen Versuchungen der Schülerinnen nicht standhalten kann. In einem FKK Sommercamp lernt er Christiane kennen und geht eine Beziehung mit ihr ein. In exzessiven Swingerparties denkt er endlich, seine "Traumbeziehung" gefunden zu haben. Michael hingegen trifft seine beste Freundin aus Schulzeiten wieder, die beide Zeit ihrer Jugend ineinander verliebt waren. Michaels Beziehung glückt, Brunos jedoch wandelt sich zur Katastrophe, die ihn letztendlich ins Irrenhaus bringt.

Die deutsche Schauspielelite um Moritz Bleibtreu und Franka Potente kann durchaus überzeugen. Viele, teils sehr lustige Szenen loten die Grenzen des guten/vertretbaren Geschmacks weit aus, was die dramatischen Elemente manchmal zu Versatzstücken werden lässt. Das ist eigentlich auch das einzige Problem des Films, bzw. die anhaltende Kinderkrankheit des deutschen Films: Er kann sich nicht auf eine Aussage und schon gar nicht auf ein Genre einigen. Die komischen Elemente passen teils einfach nicht in das dramatische Handlungskonzept.
Trotz dieser deutschen Eigenart bleibt eine elektrisierende Wirkung des Filmes, die einen in die Probleme der Charaktere eintauchen lässt und auch die hohe Wertung begründet.

Wertung: 8 von 10




#14 - 08.02.06 - 20:30

Aeon Flux (2005)



Bescheiden, bescheiden, popeiden - bis auf Charlize Theron und deren Kostümierung ist das die Kurzzusammenfassung des Films.

Die "perfekte Gesellschaft" der Zukunft: Nach einer Epidemie leben die letzten Verbliebenen in einem sozialistisch anmutendem Überwachungsstaat. Eigentlich sind alle glücklich und froh. Nicht ganz, da eine Untergrundorganisation versucht, das "Regime" zu stürzen. Aeon (Charlize "allerliebst" Theron) ist eine solche Agentin. Ein Mordauftrag bringt sie zum Oberhaupt des Regierungszirkels. Sie bringt es aber nicht fertig, diesen umzubringen, da Erinnerungen aus ferner Vergangenheit vergangene Zuneigungen zu Tage fördern. Letzen Endes wird aufgeklärt, warum alle so komische Erinnerungen haben und was aus der "perfekten Gesellschaft" werden soll.

Die Comicvorlage soll wohl deutlich besser gewesen sein. Dieser Film wird nur durch die wunderbare Charlize Theron und deren Kleidung aufgewertet. Denke man nur an den "Schlafanzug"... Alles andere nimmt sich zu ernst, sodass es albern wird ("Pommesmann in der fliegenden Imbissbude"), oder erreicht nicht wirklich einen dramaturgischen Höhepunkt. Alles dümpelt in seichter Unbedeutenheit vor sich hin.
An dieser Wertung rüttelt auch eine modern anmaßende Optik nichts. Und ohne Charlize bliebe diesem Film nichts, aber auch gar nichts...

Wertung: 3 von 10




#13 - 18.01.2006 - 20:30

Eine Andere Liga (2005)



Ein Film, der sich an das Tabuthema Brustkrebs heranwagt, ist eine Herausforderung. Dieser Film zeigt, dass das auch eine deutsche Produktion meistern kann.

Die 20-jährige Hayat ist begeisterte Fußballspielerin und hat in ihrem Verein die Kapitänsbinde um. Als sie eines Tages nach einem unglücklichen Ballkontakt ins Krankenhaus kommt, verändert sich ihr Leben. Sie hat Brustkrebs und bekommt eine Brust abgenommen. Ihre Leidenschaft Fußball verliert sie natürlich auch nach diesem Schicksalsschlag nicht. Sie sucht sich eine neue Mannschaft, da sie in der alten wegen fadenscheinigen Gründen nicht mehr spielen kann. Dort verliebt sie sich nach anfänglichen Schwierigkeiten in den Trainer Toni. Bis es aber zur glücklichen Zusammenführung der beiden kommt, dauert es eine Weile, mitunter wegen ihrer schweren Krankheit und derern schwerwiegenden körperlichen Folgen für Hayat.

Diese deutsche Produktion macht uns als Zuschauer nachfühlbar, wie schrecklich für eine Frau die Diagnose Brustkrebs sein mag. Noch viel schlimmer und drastischer dargestellt sind die psychischen Verletzungen aufgrund der abgenommenen Brust. Die Liebesgeschichte ezwischen Trainer und Spielerin gestaltet sich am Ende doch interessant und dynamisch.
Leider hat der Film anfänglich Probleme, eine konstante Linie zu halten und wird erst gegen Mitte authentisch und emotional bewegend.

Trotzdem bleibt ein Film, der einem Thema gerecht wird, dass manchmal alltäglicher ist, als man denkt und der auch nach dem Kinogang im Gedächtnis bleibt.

Wertung: 6 von 10




#12 - 11.10.06 - 20:30

Couchgeflüster - Prime (2005)



Einen typischen "Sneak-Film", wie uns die Moderation verriet, durften wir diesmal sehen: Eine Liebeskomödie mit Uma Thurman, die mir wirklich gut gefallen hat. Kurze Anmerkung zum Originaltitel: Im Englischen bedeutet "to be in one`s prime", "im besten Alter sein". So ist der Titel zwar nicht adäquat, aber dennoch gut übersetzt worden.

Kaum ist die 37-jährige Rafi (Uma Thurman) von ihrem Mann geschieden, da lernt sie durch Zufall den 24-jährigen Künstler David kennen. Der enorme Altersunterschied bereitet Rafi Sorgen, da sie sich eine richtige Beziehung mit David vorstellen könnte. So spricht sie über die Probleme mit ihrer Therapeutin, die sich nach einiger Zeit aber als Mutter von David herausstellt. Wie man sich vorstellen kann, fangen jetzt die Probleme erst richtig an...

Diese Liebeskomödie hat wirklich mal was zum Lachen! Viele lustige Dialoge und eine super besetzte Rolle mit Uma Thurman machen diesen Film zum echten Genrespaß. Auch wer derlei Filme normalerweise nicht mag (ja, auch ich gehöre dazu), wird seinen Spaß finden, am Beziehungsverlauf der beiden Anteil zu haben.

Was aber trotz alledem verwundert hat, dass im ersten Drittel des Filmes ständig ins Bild hineinragende Mikrofone zu sehen waren, was man normalerweise aus nur ganz schlechten Pornofilmen kennt

Wertung: 8 von 10




#11 - 05.10.2006 - 20:30 (SonderSneak OV)

Der Ewige Gärtner - The Constant Gardener (2005)



Leider konnte ich den Film wegen Filmrollensturzes im Kino nicht zu Ende sehen - Review folgt noch...

Wertung: ? von 10




#10 - 04.01.2006 - 23:00

Dark Horse - Voksne Mennesker (2005)



Das ist ein Film, der genau in eine Sneak Spät Vorstellung passt. Stilvolle schwarz-weiß Ästhetik in einer Komödie, die nicht alltäglich ist und zudem philosophischen Stil findet.

Daniel ist schon ein komischr Kauz: Dauernd läuft er mit seinen Kopfhörern rum, fährt einen Fiat 500, den er halbliterweise betankt und verdient sein weniges Geld mit dem Sprühen von Graffiti Liebeserklärungen. Sein Kumpel "Opa" ist dick, arbeitet in einem Schlafzentrum, will Schiedsrichter werden und hatte noch jiemals Sex. Er verliebt sich in die Bäckerin Francesca, die dann aber Daniel klar macht. Die Mutter von Francesca bleibt für Opa und der Richter, der Daniel wegen Graffiti Sprühen verurteilt bekommt auch noch seinen Part.

Dieser Film beschreibt. Und das tut er wunderbar. In seinen schwarz weiß Bildern fürt er uns Personen vor, die skuriler nicht gestaltet sein könnten. Alles Originale für sich - und dich. Denn in diesem Film findet jeder seine Philosophie und vielleicht ist auch ein kleines Stückchen unserer Charakterzüge hier vertreten.
Lustig ist er natürlich auch - und das nicht zu knapp, da die Figur es Opa wirklich Schmunzelpotential besitzt.
Alles in allem klasse Film, der optisch aussagekräftig vieles zu bieten hat. Nur das Viele, das sich für mich nicht genau in eine Linie bringen lässt, verhindert hier eine Höchstwertung.

Wertung: 8 von 10




#9 - 04.01.2006 - 20:30

Roll Bounce



"Wenn Hip Hopper Filme machen..." - Mit dieser Ansage wusste ich, dass der Film - tschuldigung - scheiße werden würde!

Bow Wow spielt Xavier, einen Jugendlichen, der mit seiner Clique einen Skate-Contest gewinnen will. Gelingt am Ende natürlich auch. Pseudo sozialkritische Nuancen.

Schwarze pubertierende Bande auf Rollschuhen machen das Parkett unsicher... Das kann ja nix werden. Passende 70s Musik, ein cooler Vater (Chi McBride, spielte auch in Terminal mit) und recht gute Schauspielleistung von "Bow Wow" verhindern die Mindestwertung.
Für diesen Film sehe ich leider sehr "schwarz"...

Wertung: 2 von 10




#8 - 07.12.2005 - 20:30

A Good Woman (2004)



Pseudo-intriganter, langweiliger, 30er Jahre "Liebesfilm".

Liebspaar, wie es im Buche steht, frisch verheiratet lebt im schönen Amalfi (Traumküste in Italien). Doch auf einmal taucht die verruchte Mrs. Earlynne auf und zerstört durch eine angebliche Affäre mit dem Ehehmann das Leben der beiden.

An diesem Film gibt es wirklich kaum gutes, außer der tollen Kulisse und der passenden 30er Jahre Kostümerie, sowie Musik. Doch Liebesfilm steht zu anfangs in "Anführungszeichen", weil hier wirklich nicht leidenschaftliche, sondern einschläfernde Liebe gezeigt wird. Zudem sieht die (betrogene) Ehefrau aus, als wäre sie dem lezten "Gierige Lippen" Pornofilm entsprungen...;-)

Wertung: 2 von 10




#7 - 30.11.2005 - 20:30

Cry Wolf (2005)



Aus Spiel wird Ernst und aus Ernst wird Spiel - vielleicht wird diese Titelzeile dem Slasher/Thriller Film gerecht.

Owen, der seine Schule schon des öfteren wechseln musste, kommt an eine neue Schule und wird dort sehr schnell mit den herrschenden Strukturen vertraut. Sein Zimmergenosse nimmt ihn zu heimlichen Treffen mit, bei denen eine Art Schafe-Wolf Spiel gespielt wird, bei dem durch listige Taktiken der Wolf aufgedeckt werden muss. Als aber Dodger die Idee kommt, das Spiel auf die gesamte Schule auszuweiten und einen imaginären Serienkiller zu entwerfen, verselbstständigt sich das Spiel und Leute werden umgebracht. Am Ende aber stellt sich heraus, dass alles doch nur auf Schein, Lug und Trug basiert, sodass der Zuscheuer gehörig auf falsche Fährten gelockt wird.

Eigentlich ist dieser Film gar nicht so schlecht, für sein wirklich geringes Budget, er bringt kleine Neuerungen oder Sichtweisen in das Slashergenre, hat die nötigen Thrillerelemente, um auch packend zu sein, doch komplett kann er auch nicht überzeugen. Leider fällt der Film wegen des 16er Ratings nicht sehr brutal, bzw. blutig aus und das Productplacement ist einfach zu offensichtlich: So reihen sich massenweise Nokia Handys neben Apple Pcs und IBM Thinkpads. Da der Zuschauer aber nicht einen typisch vorhersehbaren Slasher sieht, bleibt doch Platz für die ein oder andere Überraschung.

Wertung: 6 von 10




#6 - 23.11.05 - 20:30

Solange du da bist - Just like Heaven (2005)



(Übersinnlicher) Romanzenfilm, der im Großen und ganzen gut weg kommt. Aber wie so oft hat der Übersetzer des Filmtitels hat wirklich schlechte Arbeit geleistet, passte doch der Originaltitel sooo schön...;-)

Die Ärztin Elizabeth (Reese Witherspoon) fällt nach einem tragischen Autounfall in ein Koma, doch ihr "Geist" oder ihre Seele, je nach Bezeichnung, lebt aktiv weiter. Der Einzelgänger David ist der einzige, der "Lizzy" sehen kann und hat anfänglich so seine Probleme damit, bis er akzeptiert, dass die Erscheinung real ist. Noch dazu lebt Lizzy in ihrer alten Wohnung weiter, in die David frisch eingezogen ist. Wie es dann das Schicksal will, verliebt er sich in sie. Das einzige Problem ist, dass Elizabeth noch ein Geist ist und die "lebenserhaltenden Maßnahmen" der Komapatientin abgeschaltet werden sollen. Das muss David natürlich vehindern und letztendlich bekommen wir ein Happy End a la carte präsentiert.

Eigentlich ist der Film nichts wirklich Besonderes, eine Liebesgeschichte eben und dies auf einer Ebene, wie sie uns noch nicht gezeigt wurde. Trotz der widrigen Umstände klappt schließlich ja alles - obwohl die Logik der Erscheinung Geist an sich fehlt. Eine mittlere Wertung, da das Thema Koma um einen interessanten Aspekt bereichert wird und wir an einer Stelle eine echt lustige Gostbusters-Persiflage präsentiert bekommen. Ganz nebenbei find ich Reese Witherspoon auch nicht schlecht...;-)

Wertung: 5 von 10




#5 - 09.11.05 - 20:30 Uhr

Der Exorzismus von Emily Rose (2005)



Was erwartet man, wenn man einen Film sieht, der das Wort "Exorzismus" im Filmtitel trägt? Richtig, einen Horror-, bzw. Gruselfilm. Doch falsch geraten: Hier handelt es sich beileibe um keinen Horrofilm, sondern um eine sonderbare Mischung eines Gerichtsfilms und eines (Pseudo-)Gruselatmosphärenfilms.

Zum Inhalt: Die Schülerin Emily Rose - aufgewachsen in einer ländlichen, sehr religiösen Familie - bekommt ein Stipendium und kann weit ab von zu Hause studieren. Doch was passiert in Studentenwohnheimen? Die Türen klappern und man wird von Dämonen oder gar dem Teufel heimgesucht. Da lob ich mir WGs... Im weiteren Verlauf des Filmes geht es nun zum einen um den Tod derselben aufgrund eines gescheiterten Exorzismus und zum anderen um den angeklagten Pfarrer, der Emilys Tod verschuldet haben soll. Bis zum Ende des Films spinnen sich die Charaktere wilde Theorien um das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer Teufelsbesessenheit zusammen und am Ende darf der Zuschauer selbst entscheiden, was er glaubt.

Leider gibt es in diesem Film nur eine gelungene Grusel/Horrorszene, ansonsten bleiben schlechte Szenen des Exorzismus (der Teufel spricht nicht gut Latein...), Langeweile treibende Gerischtsszenen und ein halb leerer Kinosaal... Ach ja, und schon gewusst, dass der Teufel immer um 03 Uhr Nachts zuschlägt und die Uhren stehen bleiben?

Wertung: 3 von 10




#4 - 02.11.05 - 23:00 Uhr (OV)

Four Brothers (2005)



Cooler Rache Film, der durch einige Action und guten Familienzusammenhalt überzeugt.

Die Mutter von vier Adoptivbrüdern (u. a. Mark Wahlberg), wird umgebracht. Diese Schandtat kann nicht ungrächt bleiben, so beschließen die Brüder, die Täter zur Strecke zu bringen. Doch löst dieser Rachefeldzug einen Strudel aus, der die vier immer tiefer in die Bandenstruktur von Detroit eindringen lässt und massig Probleme auslöst.

Knallharte Action (Verfolgungsjagd im Schnee, Schiesserei, bis das Haus auseinander fällt), interessanter Plot, gute Schauspielleistungen der meisten, so bleibt am Ende ein unterhaltsamer Actionfilm für alle, die ihre Familie mögen...

Wertung: 8 von 10




#3 - 02.11.05 - 20:30 Uhr

Hustle and Flow (2005)



Got da Flow?!
Was kommt dabei raus, wenn man einen Zuhälter, der seine Liebe zur Musik entdeckt, in ein Gangster Milieu steckt und ihn seinen großen Traum erfüllen lässt? Scheiße, genau! Tut mir leid, aber den Film brauchen wirklich nur Hip Hopper.

Zwar spielt der Protagonist (Terrence Howard) überzeugend, doch ist der Film so lahm, wie wenn alle zu viel Gras graucht hätten. Genau für eine Minute Schießerei bekommt der Film drive und man kann vergnügt zusehen, wie Streitereien im Ghetto geregelt werden.

Yo, Motherfucker Nigger wo ist dein Style? Die Wertung sollte es beantworten...

Wertung: 2 von 10




#2 - 12.10.05 - 20:30 Uhr

Ein Mann für eine Saison - Fever Pitch (2005)



Fever Pitch ist eine amüsante Liebeskomödie, die von den Verhängnissen eines Megafans mit seinem Lieblingssport und mit seiner Beziehung erzählt.

Der Lehrer Ben verliebt sich in die Geschäftsfrau Lindsay (Drew Barrymore - klasse!). Doch wird ihm sein extremes Fantum zu den Red Sox ein Problem: Wie soll man alle Spiele der Saison sehen und gleichzeitig noch eine anspruchsvolle Beziehung zu einer Freundin führen? So dreht sich der Film um die beiden Protagonisten und erfüllt jedes Liebesfilm Klischee bestens und ist so auch recht durchschaubar.

Trotzdem bleiben wir als Zuschauer gütig mit den beiden Sympathiepersonen Ben und Lindsay und freuen uns über einige echt witzige Dialoge und Situationskomik.

Wertung: 6 von 10




#1 - 28.09.05 - 20:30 Uhr

Polly Blue Eyes (2003)



Polly Blue Eyes ist ein Film, den man kaum in eine Sparte einordnen kann. Auf der einen Seite eine Art Familien, bzw. Sozialdrama, das oftmals sehr komödiantische Züge enthält und auf der anderen Seite eine Liebesgeschichte, die uns als Zuschauer irgendwie unbefriedigt lässt. Dieser enorme Themen Mix führt dazu, dass der Zuschauer sich nicht recht entscheiden kann, was der Film eigentlich bezwecken soll.

Polly wird aus dem Gefängnis entlassen und will endlich ein ordentliches Leben führen: Job - Geld - Familie. Doch wären da nicht noch ihr Vater, ihre Mutter und eine sehr spärlich bekleidete Schwester, die zusammen die perfekte Gaunerfamilie abgeben. Der Vater versucht sich vergeblich an Gaunereien und eines Tages, als er eine Imbißbude überfallen will, trifft er auf Ronny, einen sehr schmierigen Typen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf, Ronny zieht die Familie - und damit auch Polly, die ja eigentlich ein rechtschaffenes Leben führen wollte - in seine kriminellen Pläne hinein. Währenddessen verleibt sich Polly in einen Polizisten und muss gleichzeitig noch die Beziehung ihrer Ex-Knast-Freundin retten. Am Ende laufen alle Handlungsstränge zusammen und enden mehr oder weniger furios, genau so, dass der Zuschauer den Kinosaal recht unbefriedigt verlässt.

So bleiben am Ende schon ein paar wirklich amüsante Stellen im Film, doch reicht das am Ende nur für einen mittelmäßige Bewertung.

Wertung: 5 von 10




Wertung: 3 von 10




#39 - 25.10.06 - 20:30 (OmU)

Borat: Cultural Learnings of America for Make Benefit Glorious Nation of Kazakhstan (2006)



Unglaublich, was es dieses Mal zu sehen gab: Eine aberwizig alberne Gesellschaftssatire von Sascha "Ali G." Baron Cohen.

Borat ist kasachischer TV Journalist und reist mit seinem Vorgesetzten Asamat in die "US and A" um dort eine Reportage über die Lebensart der westlichen Kultur zu drehen. Nachdem er sein Dorf in Kasachstan, sowie seine antisemitische und frauenfeindliche Attitüde in bester Manier vorgestellt hat, setzt der Film in Übersee fort. Dort ist Borat bemüht, alle gesellschaftsmitglieder vom Minister, Auto- und Waffenverkäufer bis zum kreationistischen Priester auf seine ganz eigene Art zu interviewen und ihnen "die" amerikanische Lebensweise zu entlocken. Doch nicht ales läuft wie geplant: Borat verliebt sich in Pamela Anderson, nachdem er sie in einer Folge von "Baywatch"
gesehen hat und will sie an der weit entfernten Ostküste treffen.

Auf seiner Reise quer durch die Vereinigten Staaten interviewt Borat viele Menschen aus verschiedenen Landesteilen und Gesellschafts-, sowie Altersgruppen. Was diese an entlarvender Wahrheit ausstrahlen ist teilweise unglaublich, oft witzig, aber manchmal auch ernst und nicht mehr zum Lachen. Ohne zu viel zu verraten, kann man sagen, dass es sich hier um eine 1A Gesellschaftssatire der USA handelt, aber eine, die nicht wie ein Moore todernst bleibt, sondern ganz im Gegenteil wirklich witzig ist. Neben den kritischen und entlarvenden Momenten gibt es auch genügend sinnfreie und niveaulose Szenen, die so den ein oder anderen Tabubruch zu bieten haben. Diese Abwechslung macht viel des Charme dieses Filmes aus.

Wer also einen wirklich lustigen Film mit einer gehörigen Portion Satire und alberner Blödelei erleben will, dem sei dieser Film hier wärmstens empfohlen!

Wertung: 9 von 10




#38 - 18.10.06 - 20:30

Ein Freund von mir (2006)



Irgendwie kann ich ja nicht verstehen, dass regelmäßig ein Raunen durch den Kinosaal geht, wenn im Vorspann ersichtlich wird, dass es sich um eine deutsche Produktion handelt. Meistens sind das nämlich grundsolide Filmwerke - wie auch bei diesem hier.

Karl ist ein introvertierter und schüchterner Diplom-Mathmatiker, der seinen ersten Job in einer Versicherung bekommt. Dort entwirft er ein Programm, für das er sogar mit einem Preis geehrt wird. Doch nun verlangt sein Chef Seltsames von ihm: Karl soll für einen Tag sozusagen undercover bei einem Mitwagenbetreiber am Flughafen arbeiten, um über eventuelle Risiken informieren zu können, die bei einer Versicherung auftreten könnten. Dort angekommen lernt er schnell den kontaktfreudigen Hans kennen. Dieser ist ein ganz andere Typ, wie Karl. Er ist draufgängerisch, albern und schräg. Doch als sich zwischen den beiden doch eine Art Freundschaft herausbildet, beschließt Karl seinen Undercover-Auftrag fortzusetzen. Anfangs erzählt er Hans natürlich nichts von seinem echten Job. Bis es eines Tages dann doch zur Auflösung kommt: Karl erzählt Hans alles und erklärt deren Freundschaft als nichtig. Doch langsam zeigt sich Reue bei Karl...

Dieser Film zeigt eine wunderbare Freundschaft, wie sie entsteht, was sie beinhaltet und wie sie zerbrechen kann. Aber auch Loyalität wird thematisiert, sei es dass es die Freundschaft als solche, oder auch Frauen angeht. Daniel Brühl spielt klasse und bringt uns den kühl berschnenden Mathematiker vor Augen, genauso wie Jürgen Vogel es raus hat, den Draufgänger zu mimen. Den Film über darf man noch ganz nebenbei richtig tolle Autos bestaunen.
Das einzige, was hier stört, ist dass die Identifizierung mit beiden Charaktern ob ihrer starken und "unnormalen" Züge sehr schwer fällt. Manchmal wirken die beiden auch etwas konstruiert. Nichtsdestotrotz ein guter deutscher Film, der für mich fast geanauso empfehelenswert ist, wie "Elementarteilchen".

Wertung: 7 von 10




#37 - 11.10.06 - 20:30

Snow Cake (2005)



Diesmal gabs einen Film mit Sigourney Weaver, aber ohne Aliens... Dafür aber ein Drama über eine Autistin.

Alexkommt nach Kanada um seine Ex-Frau zu besuchen. Auf dem Weg dorthin nimmt er die junge Tramperin Vivienne mit. Bei einer schweren Kollision mit einem Lastwagen stirbt sie. Alex hat schwere Schuldgefühle und macht Viviennes Mutter ausfindig. Diese jedoch ist Autistin, was den Umgang und die Kommunikation mit ihr nicht einfach macht. Alex beschließt Linda bis zur Hochzeit zu unterstützen. Nebenbei lernt er auch noch die nette Nachbarin Maggie kennen.

Solide Schauspiellestungen von Rickman und Carrie-Ann Moss, die es verstehen, uns ihre Situation und Beziehung glaubhaft und realistisch zu machen. Besonders Sigorney Weaver spielt sehr auten(tis)thisch! Ansonsten haben wir es mit einem packenden Drama zu tun, das sich viel mit der Thematik Tod, Trauer, Schuld und Sühne beschäftigt.

Mich persönlich sprach das Gesamtambiente nicht zu sehr an, auch die Thematik Autismus (wie hier inszeniert) fand ich nicht so interessant. Trotz ein paar Längen, gibt es durchaus einige Szenen und Momente, die klasse getroffen sind.

Wertung: 7 von 10




#36 - 04.10.06 - 20:30

DOA: Dead or Alive (2006)



Trash in der Sneak. Trotzdem zum kaputtlachen und Garant für klasse Stimmung.

Vier gut aussehende Mädels (darunte Devon Aoki und Holly Valance) in ganz knappen Outfits treten zum Kampf-Contest der Superlative an. Das DOA lädt die besten ihrer Klasse zum Kampf gegeneinander auf eine Insel. Dem Gewinner winken 10 Mio. Dollar Preisgeld. Aber nur bei den Fights bleibt es nicht, hat doch der Organisator teuflisches vor...

Trash vom Feinsten. Gleich schon die erste Szene eröffnet ein wahres Feuerwerk an überstylter Optik und Stunts, die einem das Lachen ins Gesicht zwingen. Sinnfrei und nebensächlich bleibt die Story den ganzen Film über. Hier interessiert nur eins: Fights, viel nackte Haut und Fights! Die Kämpfe sind zwar relativ eintönig und ohne ein Tröpfchen Blut, aber trozdem recht unterhaltsam. Die Optik ist aus einem Guß und präsentiert sich animiert wie das Konsolen Spiel.
Klar, die Handlung ist dämlich, aber durch viele trashige Comedy und sexy Schauspielerinnen garantiert der Film sinnfreie Unterhaltung.

Wertung: 8 von 10




#35 - 20.09.06 - 20:30

Der tierisch verrückte Bauernhof - Barnyard (2006)



Oh mein Gott! War das aber ein langweiliger Animationsfilm. Nicht einaml für Kinder zu empfehlen.

Die Tiere auf dem Bauernhof veranstalten hinter dem Rücken des Bauers Partys in der Scheune. Die männliche? Kuh mit Euter Ben sorgt sich aber trotzdem um die Sicherheit. Als dieser aber bei einem Koyotenangriff stirbt, muss sein Sohn seine Nachfolge antreten. Dieser aber ist noch mehr Kind als Mann und findet sich in seiner neuen Position so gar nicht zurecht...

Was sich nach einer bescheurt klischeehaften Story anhört, ist sie auch. Vorhersehbar bis zum Schluss. ABer hier können nicht einmal die Animationen die Handlung kompensieren. Die Kühe (männlich, mit Euter wohlgemerkt!) sehen aus wie Plastik. Auch sonst sind die Tiere recht lieblos und viel zu undifferenziert dargestellt. Auch für Kinder nicht zu empfehlen, die teils sehr hektisch, absolut nivaeulose Musik sollte nur Nickelodeon Kids vorbehalten sein. Ein paar mittelmäßge Gags hier und da verhindern das Verlassen des Kinosaals und die niedrigste Wertung!

Wertung: 2 von 10




#34 - 13.09.06 - 20:30

Ich, du und der Andere - You, me and Dupree (2006)



Nach einer solch langen Phase guter Filme musste einfach wieder mal was Mittelmäßiges an der Reihe sein.

Molly und Carl heiraten. Nur der Trauzeuge Dupree macht ihnen einen Strich durch die lang ersehnte Zweisamkeit. Ohne Job und Wohnsitz steht er eines Tages vor der Tür und wil bei dem frisch vermählten Paar wohnen. Duprees chaotische Art verwandelt die Beziehung von Molly und Carl aber zunehmendst in ein Desaster. Carl entfernt sich immr mehr von seiner Geliebten, hat er doch auch noch Probleme mit seinem Schwiegervater, seinem gleichzeitigen Arbeitgeber. Dass am Ende doch wieder alles gut wird, brauche ich wohl niemandem zu verraten.

Die Story ist alt und bietet nicht viel Neues. Die Schauspieler machen ihre Sache OK, wenn auch nur oberflächig. Alles in allem ein unterhaltsames Filmchen, aber nicht mehr. Owen Wilson als Dupree heimst alle der gar nicht so knapp geratenen Lacher ein und bringt den Film damit doch noch einmal auf Mittelmaß. "Find your -ness!"

Wertung: 5 von 10




#33 - 06.09.06 - 20:30

Brick (2005)



Bei dieser Sneak wird wohl nicht jeder zufrieden gewesen sein. Die stillen Genießer jedoch schon.

Brendan ist an seiner Schule der Außenseiter schlechthin. Niemand kennt ihn, niemand will ihn kennenlernen. Eines Tages ruft ihn seine Ex-Freundin Emily an und bettelt verstört um Hilfe. Nach einem Treffen mit ihr wird ihm klar: Irgendwas stimmt da nicht. So macht er sich mit seinem Kumpel The Brain im Rücken auf die Suche nach Gründen und "der Wahrheit". Als er Emily tot auffindet, packt ihn der feste Wille, alles über deren Elend zu erfahren. Im tiefen Drogensumpf und vertrackten Gefüge der Kleinstadt wühlt Brendan solange, bis er wirklch herausgefunden hat, warum seine Feundin starb.

Klasse, der Film Noir ist zurück. Beklemmend eintönig, aber kontrastreich werden hier die großen sozialen Probleme einfach ins Kleine verlagert. Nichtsdestotrotz packt dieses Drama ungemein. Brendan als mürrischer, aber sehr klar denkender Dedektiv entführt uns in eine Welt des Abgründigen. Was er auf seinem Weg finden wird, ist nicht vorhersehbar und relativ komplex verstrickt. Toller Independant Film, bei dem man auch bei der zweiter Sichtung sicherlich noch einiges zu erwarten hat!

Wertung: 8 von 10




#32 - 30.08.06 - 23:00

Cars (2006)



Die Latte für den Animationsfilm wird hochgesteckt! Hier bekommen wir 1A Kino geboten!

Lightning McQueen ist der Superstar der Rennsaison. Aber auf dem Weg zu seinem nächsten Rennen geht er verloren und findet sich in der Einöde Radiator Springs" wieder, wo er erstmal ein richties Chaos anrichtet. Er muss nun den Schaden wiedergutmachen und die Straße neu teeren. Was ihm anfangs noch als schreckliche Last das Leben schwer macht, rückt immer weiter in den Hintergrund, als er die liebevollen Stadtbewohner erst einmal richtig kennenlernt.

Diesen Film kann man auch getrost im Nicht-Kindesalter genießen. Allein schon die wirklich gelungene und technisch höchst anspruchsvollen Animationen lassen den Film gefallen. Die Story ist zwar nichts Besonderes, langweilt aber auch nicht. Unterm Srich bleibt ein klasse Animationsfilm, der für mich auf jeden Fall in der "Monster-AG"-Liga mithalten kann.

Erwähnenswert ist sicher auch der sehr gelungene Kurzfilm "One Man Band", der vor dem eigentlichen Film gezeigt wurde.

Wertung: 8 von 10




#31 - 30.08.06 - 20:30

Glück in kleinen Dosen - The Chumscrubber (2005)



Gesellschaftssatire über das Leben in der typischen amerikanischen Vorstadt.

Deans bester Kumpel Troy begeht Selbstmord. Er belieferte die ganze Stadt mit chemischen Drogen. Aus diesem Grund wird nun Dean, die einzigste Person, die Troy nahe stand, gezwungen weiterhin Drogen zu liefern. Als Mittel des Nachdrucks will Billy Deans Bruder entführen, aber kidnappt aus Versehen einen völlig falschen Jungen. Die Mutter des verstorbenen Troy hat mit ihrer trauer zu kämpfen, wobei die Nachbarsfrau, die nicht merkt, dass ihr Kind entführt wurde nur die Hochzeit mit dem Bürgermeister im Sinn hat.

Die Handlung des FIlms ist nicht ganz einfach zu beschreiben. Sagen wir, das Leben einer beliebig austauschbaren Vorstadt in Amerika wird aus der Sicht eines Teenagers belauchtet. Hierbei decken sich massenhaft moralische Abgründe, Intrigen, Beziehungsprobleme und viele andere Missstände auf, an denen die amerikanische Gesellschaft - besonders in den gut situierten Vorstädten - krankt. Hierbei geht es auch nicht unlustig zu, denn schließlich haben wir hier eine Staire vorliegen. Etwas unkonventionell, manchmal etwas abgedreht, letzendlich aber ein guter Film mit einer gehörigen Prise amerikanischer Sozialkritik.

Wertung: 7 von 10




#30 - 23.08.06 - 20:30

Thank you for Smoking (2005)



Hier will wohl jemand in die erst kürzlich gestampften Fußstapfen des genialen "Lord of War" treten. Dass dies schwer werden dürfte, muss klar sein...

Nick Naylor ist ein eloquenter Lobbyist der Zigarettenindustrie. Er vertritt die Tabakkonzerne in allen Belangen nach außen hin, kümmert sich um Schweigegelder und muss natürlich eines tun: Das Rauchen verharmlosen. Als er aber gegen den Senator und seine Anti-Rauch Kampagne, die jede Zigarettenschachtel mit Totenkopf mblem versehen will, antreten soll, da fangen die Probleme an. Auch privat läuft nicht alles glatt. sodass auch der schneidige PR Mann nicht mehr alles im Griff behält.

Ein Thema, das eigentlich der größten Ernsthaftigkeit bedarf, wird hier mal anders angepackt. Auf die satirisch humoristische Weise. Viele Witze ergeben sich daraus zwangsläufig. Dieser originelle Einblick in das Lobby-Leben kann durchaus sehr amüsant sein. Das einzige was etwas stört, dass der keine wirklich konsequent kritische Message geliefert wird. Gegen Ende wird doch wieder relativiert und man weiß nicht, was man jetzt vom "bösen" Lobbyisten oder gar dem Rauchen halten soll. Trotzdem sehr lustig und sehr satirisch, wenn auch nicht zynisch veranlagter Film.

Wertung: 8 von 10




#29 - 16.08.06 - 20:30

Snow White (2005)



Schneewittchen mal anders. Dramatisch versucht gesellschaftskritisch.

Paco verliebt sich in Nico. Diese ist ein reiches High Society Girl, er hingegen französischer Bandleader aus ärmlichen Verhältnissen. Um die Beziehung aufrecht zu erhalten lügt Nico den idealistischen schwarz/weiß Weltbildler Paco an und täuscht vor, nicht das reiche, verzogene koksende Girlie zu sein. Doch lange kann das natürlich nicht funktionieren, so steigt Nico immer weiter ab, kokst immer mehr, prostituiert sich und landet letztendlich ganz unten.

Nungut, die Ansätze der Geschichte finde ich nicht uninteressant. Wer will nicht einmal einen Blick in ein unbekanntes Milieu werfen? Der Film will realistisch sein, schafft dies aber selten. Sozialkritisch ist er keineswegs, da oftmals zu aufgesetzt. Oft wiederholen sich Handlungsschemata der Figuren. Trotzdem schaffte es der Film mich zu unterhalten, wohl auch die schöne Julie Fournier, aber nicht nur ;-) Entertainment will der Film zwar nicht sein, doch alles andere verfehlt er. Deswegen angucken und nicht zuviel erwarten...

Wertung: 6 von 10




#28 - 09.08. - 20:30

Die Könige der Nutzholzgewinnung (2006)



"I'm a lumberjack and I'm OK
I sleep all night and I work all day"

An diese berühmte Liedzeile aus dem Lumberjack Sketch von Monty Python musste ich denken, als ich den Titel dieses Filmes sah. Dass es dabei nicht ganz unlustig und normal zugehen werde, war mir ab diesem Punkt klar.

Die ganze Geschichte spielt in einem kleinen Örtchen im Harz, das passend "Wipfel" heißt. Krischan (Bjarne Ingmar Mädel) kehrt nach 12 Jahren Abwesenheit zurück in sein Heimatdorf und will seine ehemalige Freundin und auch seine Freunde wiedersehen. Doch fast hätte er vergessen, dass er seine zwei Kumpels Ronnie und Bert mit hohen Schulden an einer Imbißbude hat sitzen lassen. Auch seine Ex-Freundin Ellen will nichts mehr von ihm wissen, noch dazu hat sie einen Sohn, der von Krischan stammt. Es kommt wie es kommen und muss und Krischan erfährt von seinem Sohn und versucht ihn kennenzulernen. Soviel zum Nebenplot.
Da Krischan das Geld, welches er seinen Kumpels schuldet gerne zurückzahlen will und gleichzeitig auch selbst noch mal "auf die Schnelle" Geld verdienen will, lässt er sich etwas einfalen: In Wipfel sollen Lumberjack-Games wie in Kanada stattfinden.

Bjarne Ingmar Mädel, bekannt aus der TV-Comedy "Stromberg" gibt hier eine wirklich gute Figur als notorischer Lügner und Drückeberger Krischan ab. Oftmals kommt er aber mit seiner Art kaum aus der "Ernie" Rolle heraus. An diesem tragikomischen Film gefallen besonders zwei Dinge: Zum einen der wahre Hintergrund der sozialen Schwierigkeiten in der ehemaligen Ostzone. Marode Dörfchen, die in Resignation und Arbeitslosigkeit versinken. Auf der anderen Seite der ntürliche Witz und Charme, der von dieser deutschen Produktion ausgeht und diese auszeichnet.
Zu einem richtig gutem Film reicht es dann aber doch nicht, weil er sich wieder mal nicht entscheiden kann. Er ist keine realistische Sozialstudie des Ostens, aber auch keine reine Komödie. Abgesehen vom doch etwas zu stereotypen Ende, kann man sich diesen Film getrost anschauen.

Wertung: 7 von 10




#27 - 26.07.06 - 20:30

Bandidas (2006)



Wild Wild West mit Frauen? Ob das was werden kann? Nein, wohl eher nicht. Außer man würdigt den voyeurisitischen Aspekt... ;-)

Maria (Penélope Cruz) und Sara (Salma Hayek) sind zwei sehr verschiedene Typen von Frau, die jedoch das gleiche Schicksal ereilt. Beider Väter werden vom skrupellosen Jackson ermordet. Dieser versucht sich alle Grundstücke der Mexikaner für eine Eisenbahntrasse zu ergaunern, wobei ihm jedes Mittel recht ist. So hat er aber die Rechnung ohne die beiden "Power"-Frauen Maria und Sara gemacht, die natürlich versuchen ihre Landsleutte und deren Besitztum zu retten.

Naja, die Story klingt ja nicht sehr ausgefallen. Der Lösungsansatz des Problems, nämlich der Bankraub, bleibt den Film über so oder so wenig logisch und schlüssig. Irgendwie meint man jede Szene schon mal irgendwo gesehen zu haben. Originalität sieht anders aus. Das einzige was diesen Film vor dem Totalausfall bewahrt, sind die Körper der beiden Hauptdarstellerinnen. So ist der Regisseur jede Szene aufs Neue bedacht - vulgär ausgedrückt - die Titten und den Arsch von Penélope oder Salma möglichst nah und mittig ins Bild zu rücken. Auch finden wir vielleicht ein oder zwei wirklich witzige Einstellungen, aber insgesamt, bleibt ein sehr fahles Ergebnis. Pralle Einblicke gibts nämlich auch woanders...

Wertung: 4 von 10




#26 - 12.07.06 - 20:30

Open Water 2 - Adrift (2006)



Aua, soviel Dummheit tut weh! Das ist das erste, was mir zu dieser wirklich untergründigen Sneak Preview einfällt!

Langjährige Freunde wollen zusammen auf dem Boot - nein warte, der Yacht - des reichen Macho Dan einen Segeltörn unternehmen. Dummerweise vergessen alle beim Baden auf hoher See, die normale Einstiegsleiter zum Boot herauszufahren. Ohne diese ist es (bis zum Ende des Films;-) nicht möglich, wieder auf das Boot - ach was sag ich, die Yacht zurückukommen. Nun beginnt der bittere Kampf ums überleben, bei dem es einige Tote geben wird...

Also nichts gegen die Ausgangssituaton des Ganzen. Diese finde ich nämlich nach wie vor schrecklich beängstigend. Die Umsetzung ist hier jedoch absolut schlecht. Zwar kommt anfangs wirklich eine Art von Panik auf, die sich jedoch nicht langre halten kann. Die Charaktere sind alle so blöde dumm und bringen sich praktisch selber um. Findige Ideen sind hier Fehl am Platz. Nur g



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